Denkmal  



 

Berliner Mauer

Hinterlandmauer an der Rudower Höhe

 
Rudower Straße - KartenausschnittfillHinterlandmauer an der Rudower Höhe, 2005


Das südlichste Denkmal der Berliner Mauer liegt zwischen Rudow und Altglienicke. Nördlich der Rudower Höhe - einem 28 Meter hohen ehemaligen Trümmerberg, der bis 1958 auch als Müllkippe genutzt wurde - befinden sich Reste der Hinterlandmauer an ihrem originalen Standort. Die Hinterlandmauer entspricht hier dem Mauertyp der so genannten Dritten Generation, die ab Mitte des sechziger Jahre aufgestellt wurde und aus Betonplatten zwischen H-förmigen Stahlbetonstützen bestand. Durch die Lage in einem Außenbezirk stand mehr Raum für den Grenzstreifen zur Verfügung, der hier deutlich breiter ist als im Berliner Zentrum.

Weite Teile des ehemaligen Grenzstreifens sind bereits von Mauerresten beräumt, da die Baustelle der neuen A 113 von Neukölln nach Waltersdorf durch dieses Gebiet läuft. Die erhaltene Hinterlandmauer steht als Landmarke in der üppig wuchernden Spontanvegetation des ehemaligen Grenzstreifens. Graffiti überziehen das ehemalige Sperrelement großflächig, an einigen Stellen scheint jedoch noch der charakteristische weiße Farbanstrich durch. Klaffende Löcher weisen darauf hin, dass bereits einige Betonsegmente entfernt wurden. Ein rund 450 Meter langer Abschnitt der Hinterlandmauer ist seit 2001 in die Denkmalliste eingetragen.