Denkmal  



 

Berliner Mauer

Mauer-Denkmale entlang der "Ulbricht-Kurve"

 
Kartenausschnitt Norweger StraßefillZeitgenössisches Foto: Denkmalgeschützte Sicherungsmauer an der Norwegerstraße, 2003


Die Sicherung der Grenze südlich des ehemaligen Grenzübergangs Bornholmer Straße im Bereich des Nordkreuzes war durch die hier verlaufenden Gleisanlagen der Bahn und der Ringbahn besonders schwierig. Aus diesem Grund entstanden hier weiträumige Sperranlagen. An der Norweger Straße und der Behmstraße sind heute noch verschiedene Mauern der Grenzanlage erhalten und stehen seit 2005 unter Denkmalschutz.

Eine entlang der Norweger Straße verlaufende Sicherungsmauer erstreckt sich von der Finnländischen Straße bis zur Behmstraße. Diese um 1900 errichtete Mauer diente ursprünglich dem Schutz der Bahnanlagen. Mit der Errichtung der Grenzmauer 1961 wurde sie als Sicherungsmauer in das Grenzanlagen-System integriert.

Der erhaltene Plattenwand-Bogen entlang der S-Bahntrasse zwischen Behmstraße und Malmöer Straße zeugt von einer besonderen Episode in der Geschichte der Berliner Mauer und des Berliner Nahverkehrs. Im Bereich des Nordkreuzes verlief die Sektorengrenze genau entlang des Bahndammes. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 riss auch die Bahnverbindung zwischen Gesundbrunnen (West), Bornholmer Straße und Pankow (Ost) ab. Der Bahnhof Bornholmer Straße wurde geschlossen und zwischen den Gleisen am Nordkreuz ein zwei Meter hoher Zaun errichtet. Noch im selben Monat beschloss das Ministerium für Verkehrswesen den Bau einer neuen S-Bahntrasse zwischen Pankow und Schönhauser Allee, die ausschließlich über Ost-Berliner Gebiet lief. Der umgangssprachlich als Ulbricht-Kurve bezeichnete Gleisabschnitt wurde bereits wenige Monate später, am 10. Dezember 1961, in Betrieb genommen. Der grenznahe Verlauf der "Ulbricht-Kurve" führte zum Bau zusätzlicher Sperranlagen im Vorfeld des eigentlichen Grenzanlagen-Systems. Die gebogene Wand aus Betonplatten flankiert heute die S-Bahn-Linie 8 von Birkenwerder nach Grünau/Zeuthen.