Denkmal  

 

Denkmale der Alliierten in Berlin - Großbritannien

Edinburgh House – Gästehaus der Britischen Militärregierung


Edinburgh House; Foto: Wolfgang Bittner
Edinburgh House; Foto: Wolfgang Bittner

Theodor-Heuss-Platz 5 in Charlottenburg-Wilmersdorf, Ortsteil Westend
Bauzeit/-geschichte: 1960-62 von Werner Düttmann


Das Edinburgh House war das Gästehaus der britischen Militärregierung und zählt zu den Liegenschaften, die die britischen Streitkräfte am südlichen Rand des Theodor-Heuss-Platzes übernommen hatten. Es grenzt direkt an das Deutschlandhaus, von dem der britische Rundfunksender BFS (British Forces Network) von 1945 bis 1954 sendete. Im benachbarten Amerika-Haus war der NAAFI Club (Navy Army Air Force Institution) untergebracht.

Das Edinburgh House wurde nach den Entwürfen Werner Düttmanns 1960-62 als sechsgeschossiger flachgedeckter Stahlskelettbau errichtet. Die Balkone sind mit weißen Keramik- und Aluminiumelementen verkleidet. Der östlichen Fassade ist ein Treppenhaus hinzugefügt. Im Erdgeschoss waren ein Restaurant und zwei Konferenzräume untergebracht.

1982-83 wurden die Fassaden instandgesetzt und mit einem betonfarbigen Anstrich versehen. In diesem Zusammenhang sind auch die Keramikelemente der Balkonbrüstungen durch Aluminiumelemente und die Holzfenster durch Aluminiumfenster ersetzt worden.

Mit dem Abzug der britischen Streitkräfte wurde das Edinburgh House auf Initiative Helmut Kohls und François Mitterands in eine Begegnungsstätte ausländischer Stipendiaten aus den vier Ländern der alliierten Schutzmächte umfunktioniert. Das Edinburgh House heißt heute Max-Kade-Haus und wird als Wohnheim des Internationalen Studienzentrums Berlin betrieben.