Denkmal  

 

Denkmale der Alliierten in Berlin - Frankreich

Centre Jeanne d'Arc

Ehem. Luftwaffenkaserne Flakregiment 32

  • Ehem. Luftwaffenkaserne; Foto: Wolfgang Bittner
    Ehem. Luftwaffenkaserne; Foto: Wolfgang Bittner
  • Ehem. Luftwaffenkaserne; Foto: Wolfgang Bittner
    Ehem. Luftwaffenkaserne; Foto: Wolfgang Bittner
  • Ehem. Luftwaffenkaserne; Foto: Wolfgang Bittner
    Ehem. Luftwaffenkaserne; Foto: Wolfgang Bittner

Ruppiner Chaussee 268 in Reinickendorf, Ortsteil Heiligensee
Bauzeit/-geschichte: 1936-37 von Dölgner
Bauherr: Luftkreiskommando II


Diese ehemalige Luftwaffenkaserne ist eine der zahlreichen Berliner Militärbauten aus der NS-Zeit. In den Kasernengebäuden befanden sich zwischen 1945 und 1951 Einrichtungen der französischen Garnison.

Auf einem 32,2 Hektar großen Forstgrundstück entstand unmittelbar östlich der Ruppiner Chaussee nach Plänen des Architekten Dölgner 1936-37 ein umfangreicher, sich weiträumig ausdehnender Kasernenkomplex für das I. Bataillon des Flakregiments 32 der Luftabwehr. Die aus mehr als fünfzig Bauten bestehende Anlage der Luftwaffe hat sich unverändert bis heute erhalten. Es wurden zwölf Unterkunftsgebäude, ein Wirtschaftsbau, zwei Krankenreviere, ein Bürogebäude, ein Torhaus, fünfzehn technische Anlagen, fünfzehn Fahrzeughallen sowie zwei Wohnhäuser für die Familien der Berufssoldaten erbaut.

Bis auf die Fahrzeughallen und technischen Gebäude, die durchweg als sachliche unverputzte Stahlbetonbauten mit Flachdächern errichtet wurden, sind die übrigen als ein- bis zweigeschossige Putzbauten in Mauerwerk mit Walmdächern ausgeführt, wobei die Dächer aus luftschutztechnischen Gründen entsprechend den damaligen Vorschriften der Luftwaffe bis zur halben Höhe in Stahlbeton ausgeführt werden mussten. Außen wurden die Dächer traditionell umkleidet, um die militärische Nutzung zu tarnen. Während die technischen Zweckbauten durch die Stahlbetonbauweise ihre Funktion klar zum Ausdruck bringen, passen sich die verputzten Mauerwerksbauten durch ihre ruhige, an süddeutsche Vorbilder aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts angelehnte Gliederung der Fassaden in den Forstcharakter des Geländes ein.

Ab Sommer 1945 richteten die französischen Streitkräfte auf dem Kasernenareal übergangsweise ihre Garnison "Centre Jeanne d'Arc" mit der Kartierungsabteilung der GFCC (französische Kontrollratsgruppe) ein. Nach dem Umzug der französischen Dienststelle in die Kaserne am Kurt-Schumacher-Damm, dem "Quartier Napoléon", bezog die Westberliner Bereitschaftspolizei 1952 den gut erhaltenen Kasernenkomplex. Heute befinden sich zudem eine Feuerwehrschule und das Landeseinwohneramt auf dem Gelände.