Denkmal  

 

Veranstaltungen

Berliner Denkmaltage


Splanemann-Siedlung; Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin
 
Tierpark Berlin / Alfred Brehm Haus; Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin
 

29. Berliner Denkmaltag am 22. April 2015


"Geteilt / Vereint – Unser gemeinsames Erbe in Lichtenberg entdecken"

Audimax der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin; Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin
Fotos: Wolfgang Bittner, LDA Berlin
Mittwoch, 22. April 2015, 10.00 bis 19.30 Uhr

Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Treskowallee 8, 10318 Berlin-Karlshorst
Audimax (Haus 3, Mensagebäude, 1. OG);
Zugang über Römerweg/Pförtner, Schranke).
Zugang für Behinderte: Aufzug auf der Rückseite des Gebäudes

Verkehrsverbindung:
U-Bhf. Tierpark mit 10 Min. Fußweg oder weiter mit Tram M 17, 27 oder 37
S-Bhf. Karlshorst, weiter mit Tram M 17, 27 oder 37
Tram M 17, 27 und 37 halten direkt vor dem Hauptgebäude (Haltestelle: "Treskowallee, HTW")
 
Veranstalter: Landesdenkmalamt Berlin

Einlass ab 9.30 Uhr, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Programm, Stand: 10.03.2015
10.00 Uhr Begrüßung
  • Prof. Dr. Matthias Knaut, HTW Berlin, Vizepräsident Forschung
10.15 Uhr Grußwort und Einführung
  • Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro
    Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
  • Prof. Dr. Jörg Haspel
    Landesdenkmalamt Berlin, Landeskonservator
10.30 - 12.00 Uhr Denkmalort Lichtenberg
Moderation: Dr. Karin Wagner, Landesdenkmalamt Berlin, stellvertretende Landeskonservatorin
  • Ina Ritzmann (Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Untere Denkmalschutzbehörde)
    Unbekanntes Lichtenberg – Denkmalpflegepraxis in Zeiten der Veränderung
  • Dr. Matthias Dunger (Landesdenkmalamt Berlin)
    "Die Russen" und die "Stasi" – historische Orte in Lichtenberg und ihre konservatorischen Besonderheiten
  • Dr. Sabine Schulte (Landesdenkmalamt Berlin)
    Denkmaltoleranz – Verstehen und Verständigung. Die Glaubenskirche in Lichtenberg als Ort des interreligiösen Dialogs
  • Jascha Philipp Braun (Doktorand am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin)
    Vom Stampfbeton zum Waschbeton, Lichtenberg als Experimentierfeld des industriellen Wohnungsbaus
12.00 - 13.00 Uhr Gelegenheit zum Mittagessen in der Mensa der HTW Berlin
13.15 - 16.00 Uhr Denkmal-Besichtigungen
Individuelle Fahrt zu den Denkmalen (sofern nicht anders angegeben), Fahrscheine für Bus/Bahn bei Bedarf bitte selbst besorgen.
  1. Campus für Demokratie – die ehemalige Stasi-Zentrale in der Normannenstraße und das Stasi-Unterlagen-Archiv. Führung mit Roland Jahn, dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Treff: 13.30 Uhr vor dem Stasi-Museum Berlin, Haus 1, Ruschestraße 103 (U-Bhf. Magdalenenstraße mit ca. 5 Min. Fußweg)
  2. Die Glaubenskirche in Lichtenberg (Prof. Dr. Martina Abri, Fachhochschule Potsdam, Professorin für Denkmalpflege), Treff: 14.30 Uhr, Roedeliusplatz 2 (U-Bhf. Magdalenenstraße mit ca. 10 Min. Fußweg)
  3. Zentralfriedhof Friedrichsfelde mit Gedenkstätte der Sozialisten (Prof. Dr. Jürgen Hofmann, Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V.), Treff: 13.15 Uhr am Zugang zum HTW-Gelände am Römerweg (Pförtnerloge, Schranke). Gemeinsame Fahrt mit der BVG unter Leitung von Prof. Dr. Hofmann.
  4. Vom Lyzeum über die Hochschule für Ökonomie zum Hochschulcampus der HTW Berlin. Dr. Hubert Staroste, Landesdenkmalamt Berlin (Treff: 13.15 Uhr im Innenhof, vor dem Eingang zu Haus 3/Mensagebäude). Wenn die Zeit reicht: Besichtigung der ältesten Siedlung in Großplattenbauweise, der benachbarten Splanemannsiedlung
Die Teilnahme an den folgenden Führungen ist nur nach vorheriger Anmeldung während der Veranstaltung (9.30 – 12.00 Uhr) möglich. Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie die Angaben zu Uhrzeit und Treffpunkt. Platzreservierungen vor dem 22. April sind nicht möglich.
  1. Stadtbad Lichtenberg (Steffen Suske, BIM-Berliner Immobilienmanagement GmbH), 2 Führungen für jeweils 10 Personen, Anmeldung erforderlich. Nur mit festem Schuhwerk, Taschenlampen empfohlen.
  2. Das Bauteildepot des Landesdenkmalamtes Berlin (Britta Kaden-Pohl, Landesdenkmalamt Berlin), max. 20 Personen, Anmeldung erforderlich.
  3. Tierpark Friedrichsfelde (Dr. Leonie Glabau / Sarah Wiesner, Landesdenkmalamt Berlin), max. 15 Personen, Anmeldung erforderlich. Der ermäßigte Eintritt von 6 € pro Person ist an der Tierpark-Kasse zu zahlen.
  4. Industriedenkmale und Wohnsiedlungen der 1920er Jahre - eine Entdeckungstour in Berlin-Lichtenberg. Busrundfahrt von ca. 2 ½ Stunden ( Christina Czymay, Landesdenkmalamt Berlin), kostenfrei, max. 25 Personen, Anmeldung erforderlich. Abfahrt 13.10 Uhr Römerweg Ecke Treskowallee
ab 16.00 Uhr Kaffee und Kuchen am Tagungsort

Quo vadis, Denkmalpflege Berlin?
1995 – 2015 - 2035
16.30 Uhr Denkmale der Zukunft – Zukunft der Denkmalpflege
Statements und Impulse

Einleitung und Moderation: Klaus Lingenauber
  • Gregor Hitzfeld: 20 Jahre Denkmalschutzgesetz Berlin – die Fortentwicklung des Denkmalrechts
  • Juliane Stamm: Denkmale von morgen
  • Sybille Haseley: Stadt im Wandel - Denkmalpflege im Wandel?
  • Björn Schmidt: Neue Materialien! Alte Methoden? Welche Rolle spielen Authentizität und Materialgerechtigkeit in der Zukunft noch?
  • Carola Möwald: Umgang mit Kunst am Bau
  • Dr. Leonie Glabau: Gartendenkmale der Zukunft – Gesellschaftliche Veränderungen und das neue Bild von Garten und Landschaft
  • Sarah Wiesner: (K)ein Ort für die Ewigkeit? Das Kulturgut Friedhof im Wandel
Alle Redner/innen: Landesdenkmalamt Berlin
18.00 Uhr Schlussdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Jörg Haspel

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
  • Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt
  • Katrin Lompscher, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Sprecherin für Stadtentwicklung der Fraktion Die Linke
  • Stefan Evers, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Sprecher für Stadtentwicklung der CDU-Fraktion
  • Verena Pfeiffer-Kloss, Vorstandsvorsitzende urbanophil.net, Netzwerk für urbane Kultur e.V.
  • Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert, TU Berlin, Vorsitzende des Landesdenkmalrats Berlin
  • Prof. Dr. Kay Kohlmeyer, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Landschaftsarchäologe, Mitglied des Landesdenkmalrats
19.30 - 20.30 Uhr Empfang

Ausstellung: "Denkmalschutz und Barrierefreiheit"

Wie lassen sich Denkmalschutz und Barrierefreiheit vereinbaren? Zu dieser Frage fand im Oktober 2014 an der TU Berlin (Fach Modell + Design) ein Seminar statt, in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin und der Koordinationsstelle Barrierefreies Planen und Bauen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Die Studentinnen und Studenten entwarfen Lösungsansätze zur barrierefreien Erschließung der drei Berliner Baudenkmale Neue Nationalgalerie, St.-Hedwigs-Kathedrale und Altes Stadthaus. Ausgestellt werden die Ergebnisse in Modell und Bild.

Die Ausstellung ist ganztägig zu besichtigen.


Die Geschichte des Berliner Denkmaltages

Der Berliner Denkmaltag ist die traditionsreichste Veranstaltung im Bereich der Denkmalpflege in Berlin. In ununterbrochener Folge findet er bereits seit 1987 statt. Der Berliner Denkmaltag ist DIE zentrale Fachveranstaltung, mit der sich das Landesdenkmalamt Berlin einmal im Jahr der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Anfangs stellte der Berliner Denkmaltag mit Vorträgen und Führungen stets die Denkmallandschaft eines einzelnen Westberliner Bezirkes vor. Mit diesem Konzept fand er jeweils im Frühsommer in Reinickendorf (1987), Charlottenburg (1988), Steglitz (1989) und Neukölln (1990) statt. Nach der Wende sollte er sich abwechselnd einem Ost- und einem Westbezirk widmen. Zunächst blieb es bei dieser Abfolge: Köpenick (1991), Zehlendorf (1992) - aber wegen der dramatischen Entwicklungen in den Ostbezirken fanden zwei Berliner Denkmaltage in Folge im Ostteil der Stadt statt: Mitte (1993) und Prenzlauer Berg (1994). Es folgten Tiergarten (1995), Friedrichshain (1996), Spandau (1997), Marzahn (1998), Schöneberg (1999) und Pankow (2000).

Im Jahr 2001 gab das Landesdenkmalamt Berlin die Bezirks-Bindung auf und stellte den Berliner Denkmaltag unter ein Sach-Motto. Anlass war das "Preußenjahr", zu dem auch das Landesdenkmalamt seinen Beitrag leisten wollte.

Seit 2001 fand der Berliner Denkmaltag nicht mehr als Einzelveranstaltung im Frühsommer statt, sondern bildete die fachliche Eröffnungsveranstaltung für den Tag des offenen Denkmals am zweiten Wochenende im September. Sein Thema orientierte sich daher nun am Motto, unter dem der Tag des offenen Denkmals im jeweiligen Jahr steht.

2012 kehrte der Berliner Denkmaltag in die erste Jahreshälfte zurück.