Denkmal  

 

Veranstaltungen

31. Berliner Denkmaltag am 31. März 2017


Fotos: W. Bittner, LDA
Wohn- und Geschäftshaus Ecke Kochstraße/Wilhelmstraße, Aldo Rossi & Gianni Braghieri 1980–87; Wohnhaus Bartningallee 16, Hans Schwippert 1956–57; Wohn- und Geschäftshaus Frankfurter Tor/Karl-Marx-Allee Block F-Nord, Entwurfskollektiv Karl Souradny 1952–1954
Fotos: W. Bittner, LDA

Das doppelte Berlin: 1957 – 1987 – 2017

60 Jahre INTERBAU 1957, 30 Jahre IBA 1987 – anlässlich der Jubiläen der beiden internationalen Bauausstellungen widmet sich der Denkmaltag 2017 dem "Doppelten Berlin". In den 1950er Jahren gaben die INTERBAU mit Zentrum im Hansaviertel und die Arbeiterpaläste an der Karl-Marx-Allee ihre jeweils eigene Antwort auf die Wohnungsfrage. 30 Jahre später entstanden die Bauten der IBA im Westteil der Stadt und das Nikolaiviertel im Ostteil als Beiträge zur 750-Jahr-Feier Berlins. Die Architektur in Ost und West stand im Dialog und in Konkurrenz mit- und zueinander und reagierte auf die Entwicklungen der anderen Seite. 2017 stellt sich die Frage: Wie geht die Gesellschaft heute mit diesen teils großflächigen Denkmalensembles um?

Freitag, 31. März 2017
 
Akademie der Künste, Hansaviertel
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
(U-Bhf. Hansaplatz, S-Bhf. Bellevue)
 
Landesdenkmalamt Berlin und Akademie der Künste

Akademie der Künste
 
Landesdenkmalamt Berlin
Kirsten Angermann
Tel.: 030 90259-3733
E-Mail: kirsten.angermann@lda.berlin.de
 
Einlass ab 09:00 Uhr; Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Programm
09:30 Uhr Begrüßungen / Grußwort / Einleitung
  • Jeanine Meerapfel
    Präsidentin Akademie der Künste
  • Klaus Lederer
    Senator für Kultur und Europa
  • Ephraim Gothe
    Stadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit, Bezirk Mitte
  • Prof. Dr. Jörg Haspel
    Landesdenkmalamt Berlin, Landeskonservator
1957: Interbau und Karl-Marx-Allee
10:00 Uhr Gemeinsam Erhalten: Engagement von Bürgern und Denkmalpflege für Hansaviertel und Karl-Marx-Allee
Moderation: Carolin Schönemann, Akademie der Künste

Vorträge:
  • Werner Pues, Die Allee e.V. - Verein zur Entwicklung des Denkmalbereichs Karl-Marx-Allee:
    Quo vadis Karl-Marx-Allee? Aktivitäten und Ziele des Vereins "Die Allee"
  • Matthias Rudolph, Bürgerverein Hansaviertel:
    Lebendiges Erbe – lebendiges Denkmal: Der Bürgerverein Hansaviertel
  • Ramona Dornbusch, Landesdenkmalamt Berlin:
    Kooperation von Denkmalpflege und Bürgern. Modellfall Konzeptstudie Hansaplatz
10:45 Uhr Werkberichte aus der Denkmalpflege
Moderation: Anna Maria Odenthal, Landesdenkmalamt Berlin

Vorträge:
  • Winfried Brenne, Brenne Architekten:
    Akademie der Künste
  • Sabine Schulte, Landesdenkmalamt Berlin:
    Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche
  • Sybille Haseley, Landesdenkmalamt Berlin:
    Haus der Kulturen der Welt
  • Norbert Heuler, Landesdenkmalamt Berlin:
    Kino International und Pavillons
  • Klaus Lingenauber, Landesdenkmalamt Berlin:
    Grünanlagen in der Karl-Marx-Allee
12:30 Uhr Mittagspause
13:30 - 14:30 Uhr Rundgänge
Treffpunkt: Vorplatz der Akademie der Künste
  1. Baudenkmalpflege im Hansaviertel
    Guido Schmitz, Untere Denkmalschutzbehörde Bezirk Mitte
  2. Gartendenkmalpflege im Hansaviertel
    Klaus Lingenauber, Landesdenkmalamt Berlin
  3. Moderne Innensicht: Leben und Wohnen im Hansaviertel
    Carsten Bauer, Bürgerverein Hansaviertel
  4. Die Gärten der Akademie der Künste von Walter Rossow
    Günter Nagel, Akademie der Künste
  5. Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche
    Ernst Krüger, Evangelische Kirchengemeinde Tiergarten
  6. Ausstellung "Otto Bartning. Architekt einer sozialen Moderne"
    Sandra Wagner-Conzelmann, Kuratorin Akademie der Künste
Das doppelte Berlin – Rückblick
15:00 Uhr Berlin Berlin: Von der Konfrontation zur Konvergenz. Die Bauausstellungen 1957 und 1987
Thomas Flierl, Hermann-Henselmann-Stiftung
1987: 750 Jahre Berlin
15:30 Uhr Erfassen und Erhalten
Moderation: Hubert Staroste, Landesdenkmalamt Berlin

Vorträge:
  • Thorsten Dame, Laufwerk B:
    Stadträume und Stadtbausteine – Erfassung der Bauten der IBA 1987
  • Leonie Glabau, Landesdenkmalamt Berlin:
    Gärten, Parks und Grünanlagen der IBA 1987 in Kreuzberg
  • Olav Vogt, Untere Denkmalschutzbehörde Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg:
    IBA-Bauten in Kreuzberg – Herausforderungen der Erhaltung
  • Kirsten Angermann, Landesdenkmalamt Berlin:
    Das Nikolaiviertel - ein Denkmal?
16:30 Uhr Pause
Das doppelte Berlin – Ausblick
17:00 Uhr Ausblick auf kommende Projekte zwischen Frankfurter Tor und Corbusierhaus
Manfred Kühne, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
2017: Stadtraum – Denkmalraum – Verdichtungsraum?
17:30 Uhr Podiumsdiskussion
Moderation: Jörg Haspel, Landesdenkmalamt Berlin

Es diskutieren:
  • Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit, Bezirk Mitte
  • Florian Schmidt, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Facility Management, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg (angefragt)
  • Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Michael Bräuer, Akademie der Künste, Sektion Baukunst
  • Thomas Flierl, Hermann-Henselmann-Stiftung
  • Kerstin Wittmann-Englert, Landesdenkmalrat Berlin
19:00 Uhr Empfang

Ausstellung in der Akademie der Künste:

Otto Bartning 1883-1959. Architekt einer sozialen Moderne
31.03. bis 18.06.2017
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Ausstellung: Di 11:00 bis 20:00 Uhr, Mi–So 11:00 bis 19:00 Uhr
kostenfreier Eintritt für Besucher des Denkmaltages am 31. März 2017,
ansonsten Eintritt: EUR 6/4, bis 18 Jahre und dienstags von 15:00 bis 20:00 Uhr Eintritt frei

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 30. März 2016, 19:00 Uhr, Eintritt frei



Die Geschichte des Berliner Denkmaltages

Der Berliner Denkmaltag ist die traditionsreichste Veranstaltung im Bereich der Denkmalpflege in Berlin. In ununterbrochener Folge findet er bereits seit 1987 statt. Der Berliner Denkmaltag ist DIE zentrale Fachveranstaltung, mit der sich das Landesdenkmalamt Berlin einmal im Jahr der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Anfangs stellte der Berliner Denkmaltag mit Vorträgen und Führungen stets die Denkmallandschaft eines einzelnen Westberliner Bezirkes vor. Mit diesem Konzept fand er jeweils im Frühsommer in Reinickendorf (1987), Charlottenburg (1988), Steglitz (1989) und Neukölln (1990) statt. Nach der Wende sollte er sich abwechselnd einem Ost- und einem Westbezirk widmen. Zunächst blieb es bei dieser Abfolge: Köpenick (1991), Zehlendorf (1992) - aber wegen der dramatischen Entwicklungen in den Ostbezirken fanden zwei Berliner Denkmaltage in Folge im Ostteil der Stadt statt: Mitte (1993) und Prenzlauer Berg (1994). Es folgten Tiergarten (1995), Friedrichshain (1996), Spandau (1997), Marzahn (1998), Schöneberg (1999) und Pankow (2000).

Im Jahr 2001 gab das Landesdenkmalamt Berlin die Bezirks-Bindung auf und stellte den Berliner Denkmaltag unter ein Sach-Motto. Anlass war das "Preußenjahr", zu dem auch das Landesdenkmalamt seinen Beitrag leisten wollte.

Seit 2001 fand der Berliner Denkmaltag nicht mehr als Einzelveranstaltung im Frühsommer statt, sondern bildete die fachliche Eröffnungsveranstaltung für den Tag des offenen Denkmals am zweiten Wochenende im September. Sein Thema orientierte sich daher nun am Motto, unter dem der Tag des offenen Denkmals im jeweiligen Jahr steht.

2012 kehrt der Berliner Denkmaltag in die erste Jahreshälfte zurück und orientiert sich am Termin des Internationalen Denkmaltages (18. April).