denkmal  

 

Denkmale in Berlin.

Berolinahaus

OBJ-Dok-Nr.: 09080424 Zum Denkmalkartenausschnitt
  
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Straße: Alexanderplatz
Hausnummer: 1
Straße: Dircksenstraße
Hausnummer: 22 & 23 & 24 & 25
Straße: Am Königsgraben
Hausnummer: 8
Denkmalart: Baudenkmal
Denkmalname: Berolinahaus
Sachbegriff: Verwaltungsbau
Datierung: Fertigstellung
num-Dat.: 1932
Objekt @ Künstler: Entwurf
Architekt/Künstler: Behrens, Peter
ber. Funktion: Architekt
Objekt @ Sozietät: Ausführung
Name: Wayss und Freytag AG
Topographietext: Der Alexanderplatz wurde in den Jahren 1967-1973 neu aufgebaut. 1968-1970 entstanden das Hochhaus "Stadt Berlin" und das "Centrum"-Warenhaus, die zusammen mit zwei nach Entwurf von Peter Behrens 1930-32 errichteten Hochhäusern, Berolina- und Alexanderhaus, Alexanderplatz 1 und 2, einen den Fußgängern vorbehaltenen Bereich umschließen. Die beiden historischen Geschäftshäuser waren nach Kriegsschäden 1952 in ihren ursprünglichen Formen wieder hergestellt worden, eine erneute Sanierung des Alexanderhauses wurde 1996 abgeschlossen. (1)
Vor dem Bau der Bürohäuser hatte 1928 ein Wettbewerb für die Neugestaltung des Alexanderplatzes zum "Weltstadtplatz" stattgefunden. Einen von den Verkehrsplanern geforderten Kreisverkehr sollte eine geschlossene Randbebauung mit einheitlicher Fassadengestaltung und Traufhöhe umschließen. Den Wettbewerb gewann die Architektengemeinschaft Brüder Luckhardt und Anker, zur Ausführung bestimmt wurde jedoch der Entwurf von Peter Behrens. Obwohl von seinem Gesamtplan nur die beiden Häuser realisiert wurden, ist die Torsituation erkennbar, mit der die Einmündung der Königstraße (heute Rathausstraße) auf den Alexanderplatz betont werden sollte. Die in die gegenüberliegenden Stirnseiten der beiden Gebäude eingelassenen Lichtbänder verstärken diesen Effekt. Die Fassaden der Gebäude sind nahezu identisch gestaltet. Ein über der Erdgeschosszone umlaufendes, leicht vorgezogenes Fensterband im ersten Obergeschoss schafft eine horizontale Verbindung und ein Gegengewicht zu der auf gleicher Höhe gegenüber liegenden Stadtbahn. Darüber erheben sich jeweils die gerasterten Fassaden der flexibel einteilbaren Bürogeschosse. Die Fenster sind in zurückliegenden Wandfeldern eingelassen, wodurch das konstruktive System des Stahlbetonbaus hinter der Muschelkalkverkleidung sichtbar bleibt. Von den ambitionierten Weltstadtplanungen des Stadtbaurats Martin Wagner und des Verkehrsstadtrats Ernst Reuter in der Weimarer Republik wurde nur wenig ausgeführt, nur diese Bauten vermitteln noch einen von Wagner und Reuter zu verantwortenden städtebaulichen Zusammenhang im Innenstadtbereich.
________________
(1) Vgl. BusB IX, S. 151-154; Alexanderhaus 1998.
Lit-Kurzt.: BusB IX 1971
Stelle: S.151-154
Lit-Kurzt.: Dehio, Berlin und Potsdam, 1983
Stelle: S.66
Lit-Kurzt.: Topographie Mitte/Mitte, 2003
Stelle: 422 f.
  
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Revisionsdatum Datenbank: 10.04.2014
 
 


 
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