denkmal  

 

Denkmale in Berlin.

OBJ-Dok-Nr.: 09080043,T Zum Denkmalkartenausschnitt
  
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Straße: Rosa-Luxemburg-Straße
Hausnummer: 30
Straße: Hirtenstraße
Hausnummer: 5 & 6
Straße: Weydingerstraße
Hausnummer: 2 & 4 & 6 & 8 & 10 & 12
Denkmalart: Gesamtanlage
Sachbegriff: Kino & Wohnhaus

Abbildung des Denkmals Abbildung des Denkmals Abbildung des Denkmals
Datierung: Entwurf
num-Dat.: 1927
Datierung: Datierung
num-Dat.: 1928-1929
Objekt @ Künstler: Entwurf
Architekt/Künstler: Poelzig, Hans
ber. Funktion: Architekt
Objekt @ Sozietät: Bauherr
Name: Alfred Schrobsdorff K.G.
Topographietext: Nach Entwürfen von Hans Poelzig wurden in den Jahren 1928-29 am Bülowplatz, heute Rosa-Luxemburg-Platz, acht Blöcke der Platzrandbebauung mit 170 Wohnungen und etwa 80 Läden fertig gestellt. Ein ursprünglich geplantes städtisches Kommunikationszentrum zu beiden Seiten der Volksbühne kam nicht zur Ausführung. Von dem einzig erhaltenen Gebäudeensemble, das es heute von Hans Poelzig in Berlin gibt, existieren nach den Zerstörungen des letzten Krieges noch ein geschlossenes Quartier zwischen Hirtenstraße, Kleiner Alexanderstraße und Weydingerstraße mit dem Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30 und der angeschlossenen Wohnanlage Kleine Alexanderstraße 1-4 sowie die beiden Eckbebauungen Weydingerstraße 18 und Weydingerstraße 20/22. (1) Der zusammenhaltende Grundton der breit gelagerten, horizontal gegliederten Baukörper entsteht durch den klaren, einfachen Aufbau, der nach oben in einer weit ausladenden Gesimsplatte einen kraftvollen Abschluss findet.
Das in die Blockbebauung integrierte Lichtspieltheater bot ursprünglich Platz für 1200 Zuschauer. (2) Poelzig setzte sein Formverständnis bei der Gestaltung des Innenraumes konsequent fort. Die Unterstützung des Raumeindrucks durch die farbige Fassung wird folgendermaßen beschrieben: "Aus einem geräumigen, in grau, rot und gelb gehaltenen Vestibül, von dem zwei breite Treppen zur Empore hinaufführen, gelangt man in den stattlichen Zuschauerraum, dem ohne jeden Aufwand an Schmuckformen lediglich durch farbige Behandlung eine warme und behagliche Stimmung gegeben ist. Wand und Decke sind in einem fein abgetönten Gelb gehalten, die Rangnische und die Parkettlogen sind rot herausgestrichen und mit schmalem kupferfarbenem Band abgesetzt, die Brüstung des Gestühls ist blau, das Gestühl mit einem Samt von gleicher Farbe bespannt. Das Holzwerk der Türen und die Vergitterung der Heizung und Lüftung sind rot gestrichen". (3) Obwohl 1948 beim Umbau das Foyer und der Poelzigsche Kinosaal in seiner ovalen Form mit ausgerundeten Übergängen zur Decke und der relativ schmalen Leinwandbühne verändert und überformt wurden, blieben diese Räume in ihrer Grundgestalt erhalten. Das Foyer zeigt sich seit 2001 wieder in der von Poelzig entworfenen Fassung, die nach Befund in ihrer sachlichen Gestaltung und kräftigen Farbgebung wieder hergestellt wurde. Der große Kinosaal ist in der überlieferten Umgestaltung von 1951/52 erhalten und restauriert. Die zur Verbesserung der Raumakustik notwendige Überdeckung der kannelierten Wände durch eine mit Stoffen bespannte Vorsatzschale nimmt mit ihrem kräftigen Gelb die ursprüngliche Farbgebung der Poelzigschen Fassung auf. Als einzigartige Unikate in der Berliner Kinolandschaft sind in diesem traditionsreichen, noch als Stummfilmtheater errichteten Berliner Lichtspielhaus die restaurierte Kino-Orgel sowie die auf das Stummfilmformat ausgelegte kleine Leinwand mit dem Bühnenportal von 1929 überliefert. Die notwendigen Veränderungen und Eingriffe, die der zeitgemäße Kinobetrieb erfordert, sind als Zutaten deutlich erkennbar. Der Saal erhielt unter anderem eine neue, versenkbare Großleinwand. Im Bereich der Bühne wurde ein zusätzlicher Kinosaal eingerichtet und der hintere Bereich im Rang als Diskussionsforum abgetrennt.
________________
(1) Vgl. o.V., Bebauung der Umgebung des Bülowplatzes (Scheunenviertel), in: Die Baugilde 9 (1927) 15, S. 846-847; Behrendt 1929; Autzen 1984, S. 3-9; Bodenschatz 1987, S. 21-35, 46-52; Hans Poelzig 1989.
(2) Vgl. Hans Poelzig 1989, S. 136f., Kat. Nr. 22; Boeger 1987.
(3) Vgl. Behrendt 1929, S. 284f.
Lit-Kurzt.: Behrendt, Walter Curt, Die Bebauung des Scheunenviertels =
Zentralblatt der Bauverwaltung 49 (1929) 18
Stelle: 281-286
Lit-Kurzt.: Hans Poelzig. Die Pläne und Zeichnungen aus dem ehemaligen Verkehrs- und Baumuseum in Berlin, hrsg. v. Matthias Schirren, Berlin 1989
Stelle: S. 136 ff, 22 (42 Blatt Sign. 26/ ..)
Lit-Kurzt.: Topographie Mitte/Mitte, 2003
Stelle: 527-529
  
Seitenanfang 

 

Kino Babylon

OBJ-Dok-Nr.:
  
Teil-Nr.: 09080043,T,001
Denkmalname: Kino Babylon
Sachbegriff: Kino
Datierung: Umbau
num-Dat.: 1948
  
Seitenanfang 

 

OBJ-Dok-Nr.:
  
Teil-Nr.: 09080043,T,002
Sachbegriff: Wohnanlage
  
Seitenanfang 

 

Revisionsdatum Datenbank: 10.04.2014