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Denkmale in Berlin.

Hotel Intercontinental (ehem. Hilton)

OBJ-Dok-Nr.: 09050233 Zum Denkmalkartenausschnitt
  
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Tiergarten
Straße: Budapester Straße
Hausnummer: 2A & 2B & 2C & 4 & 6 & 6A & 8 & 10 & 12 & 14 & 14A & 16 & 16A & 18 & 18A & 20 & 20A & 22 & 24 & 26 & 26A & 28 & 30
Denkmalart: Gesamtanlage
Denkmalname: Hotel Intercontinental (ehem. Hilton)
Sachbegriff: Hotel & Ladenpassage

Abbildung des Denkmals Abbildung des Denkmals
Datierung: Entwurf
num-Dat.: 1956
Datierung: Datierung
num-Dat.: 1957-1960
Datierung: Umbau
num-Dat.: 1978 & 1991
Objekt @ Sozietät: Entwurf
Name: Pereira und Luckmann & Schwebes und Schoszberger
Objekt @ Sozietät: Ausführung
Name: Arbeitsgemeinschaft Hilton-Hotel =Philipp Holzmann AG & Grün und Bilfinger AG & Wayss und Freytag AG
Objekt @ Sozietät: Ausführung
Name: Bassenge & Puhan-Schulz und Partner
Funktion: Architektengemeinschaft
Objekt @ Sozietät: Bauherr
Name: Hotelbau-Gesellschaft Budapester Straße m.b.H.
Topographietext: Unmittelbar hinter der Corneliusbrücke des Landwehrkanals weist das frühere Hilton-Hotel, Budapester Straße 2A/30, auf die City-West hin, die sich in der Gegend der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu beiden Seiten der Budapester Straße und des Kurfürstendamms ausbreitet. Dort hatte sich nach der Spaltung Berlins in den 1950er Jahren das moderne, großstädtische Zentrum der westlichen Stadthälfte gebildet. Neben Geschäftshäusern und Kinos siedelten sich mondäne, exklusive Hotels internationalen Standards an. Das 1957-60 errichtete Hilton-Hotel war das erste amerikanisch geprägte Luxushotel in Berlin. (1) Es besetzt einen Randstreifen an der Budapester Straße, der vor dem Zweiten Weltkrieg zum Zoologischen Garten gehört hatte. Der Auftrag ging an die Architektensozietät von William Pereira und Charles Luckman in Los Angeles, die sich vor Ort durch die Kontaktarchitekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger vertreten ließ. Nach dem Leitbild der aufgelockerten und gegliederten Stadt entwarfen Pereira & Luckman eine dreizehngeschossige, quer zur Straße gestellte Hochhausscheibe, die von niedrigen Flachbauten umgeben ist. Mit seiner schachbrettartig gemusterten Fassade bildet das Hotel einen wirkungsvollen Akzent im Stadtbild. Das reizvolle Muster ergibt sich aus dunklen Fensterrahmen und Brüstungen aus schwarzem Glas, die weißen Wandflächen gegenübergestellt sind, wobei die Fenster, die immer zwei benachbarte Zimmer belichten, durch vorkragende Betonblenden geteilt sind. Dem Bettenhaus ist ein turmartiger Treppenhaustrakt mit Wirtschaftsräumen angegliedert, der die Hochhausscheibe um zwei Geschosse überragt. An das Aquarium des Zoologischen Gartens schließt sich eine lang gestreckte, zweigeschossige Ladenzeile an, die mit ihrer grazilen Pfeilerkolonnade und den metallgerahmten Schaufenstern die Leichtigkeit und Eleganz der Nachkriegsmoderne deutlich macht. (2) Vor dem Hochhaus springt die Ladenzeile zurück, wobei sich ein Gartenhof bildet, der eine ungehinderte Sicht auf die markante Hotelfront erlaubt. Der Bereich östlich der Hochhausscheibe wurde 1980-81, 1990-93 sowie 2002 erheblich verändert. (3) Die Betreibergesellschaft ließ ein neues Empfangsgebäude und einen siebengeschossigen Bettentrakt errichten, wobei eine verglaste Pyramide den Eingang hervorhebt. Beim Umbau der Hochhausscheibe 2002 wurden die Veränderungen zum Teil zurückgebaut. Das frühere Hilton heißt seit 1981 Hotel Intercontinental.
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1) Gliederung und Größe des Hilton-Hotels, Berlin. In: Bauwelt 47 (1956), S. 617; Koch, Alexander: Hotelbauten, Motels, Ferienhäuser. Stuttgart 1958, S. 180-183; Hilton-Hotel, Berlin. In: Baumeister 56 (1959), S. 150-151; Technische Einrichtungen im Berliner Hilton-Hotel. In: Deutsche Bauzeitschrift 7 (1959), S. 1453-1456; Hilton-Hotel in Berlin. In: Deutsche Bauzeitschrift 9 (1961), S. 649; Mayer, Otto und Hierl, Franz: Hotelbau. München 1962, S. 248-249; Wenzel, Klaus: Hotelbauten. Berlin 1967, S. 47-56; BusB VIII B, S. 28-29, 46.
2) Verantwortlich für den Entwurf der Ladenzeile, auch Hilton-Kolonnade genannt, waren die deutschen Kontaktarchitekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger.
3) Die Planung oblag den Architekten Jan C. Bassenge, Kay Puhan-Schulz, Johannes Heinrich, Walter Schreiber und Felix Thomas.
Lit-Kurzt.: Koch, Alexander, Hotelbauten, Stuttgart 1958
Stelle: 180-183
Lit-Kurzt.: Raumausstattung (1959)
Stelle: 150f.
Lit-Kurzt.: Mayer, Otto, Hierl, Franz, Hotelbauten, München 1962
Stelle: 248f.
Lit-Kurzt.: Wenzel, Klaus, Hotelbauten, Berlin 1967
Stelle: 47-56
Lit-Kurzt.: BusB VIII B 1980
Stelle: 28/29, 46 (dort weitere Lit.)
Lit-Kurzt.: Reclam Berlin, 1991
Stelle: 213
Lit-Kurzt.: Architekturführer Berlin, 1994 Dehio, Berlin, 1994 Topographie Mitte/Tiergarten, 2005
Stelle: 172f.
Ausw-Stelle: ---
Eintr-Datum: 1995.05.06
  
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Revisionsdatum Datenbank: 10.04.2014