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Denkmale in Berlin.

Sophienkirche

OBJ-Dok-Nr.: 09011358 Zum Denkmalkartenausschnitt
  
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Straße: Große Hamburger Straße
Hausnummer: 29 & 30 & 31
Straße: Sophienstraße
Denkmalart: Baudenkmal
Denkmalname: Sophienkirche
Sachbegriff: Kirche

Abbildung des Denkmals
Datierung: Datierung
num-Dat.: 1712-1713
Datierung: Umbau
num-Dat.: 1729-1739
Datierung: Umbau
num-Dat.: 1892
Objekt @ Künstler: Entwurf
Architekt/Künstler: Grael, Johann Friedrich
Objekt @ Künstler: Entwurf
Architekt/Künstler: Schulze, Friedrich & Heyden, Adolph & Berndt, Kurt
ber. Funktion: Architekt
Objekt @ Sozietät: Bauherr
Name: Magistrat Berlin
Funktion: Stadtverwaltung
Topographietext: Die 1712-13 als Pfarrkirche der Spandauer Vorstadt vermutlich nach Plänen Philipp Gerlachs errichtete Sophienkirche, Große Hamburger Straße 29-31, entstand als Stiftung der Königin Sophie Luise. (1) Mit dem Bau der Sophienkirche, die als Simultankirche ausgelegt war, wurde "die unkonventionelle Quersaalanlage als Neubautyp in Berlin eingeführt." (2) Die ursprünglich turmlose Saalkirche erhielt ein hohes Satteldach mit Glockengeläut im Vorgiebel. Erst 1732-34 erlangte der schlichte rechteckige Saalbau mit umlaufenden Emporen durch den prachtvollen, fast 70 Meter hohen barocken Turm von Johann Friedrich Grael Dominanz im Stadtbild. (3) Vor den Westgiebel gestellt, wird jedoch die Quersaalausrichtung ignoriert. In die Turmarchitektur sind verschiedene Vorbilder eingeflossen: Der rustizierte Unterbau und das kolossale Obergeschoss orientieren sich an Berliner Turmbauten Gerlachs, die von Säulenstellungen flankierten Glockengeschosse haben als Vorbild den Schlüterschen Münzturm und die an- und abschwellenden, kissenartigen Schichten der kupfergedeckten Turmhaube mit dem vergoldeten Sonnenzeichen könnten durch Dresdner Vorbilder beeinflusst sein. (4) Von den in der Regierungszeit Friedrich Wilhelm I. errichteten acht Berliner Kirchtürmen ist nur der Sophienkirchturm erhalten. In seiner Architektur sind jedoch die vielfältigen Einflüsse, die den barocken Turmbau der damaligen Zeit in Berlin prägten, ablesbar. Der Sophienkirchturm ist deshalb ein herausragendes Zeugnis Berliner Barockarchitektur.
Der Kirchenraum der Sophienkirche wurde 1892-95 von Friedrich Schulze, Adolf Heyden und Kurt Berndt barockisierend überformt und zur Langhauskirche umgebaut.
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(1) Vgl. Witte 1912.
(2) Vgl. BusB VI, S. 26.
(3) Brendicke 1905.
(4) Vgl. BusB VI, S. 30.
Lit-Kurzt.: Dehio, Berlin, 1994
Stelle: S.62f
Lit-Kurzt.: Baumeister, Architekten, Stadtplaner, 1987
Stelle: 62f.
Lit-Kurzt.: Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983
Stelle: 293f.
Lit-Kurzt.: Kühne, Stephani/ Kirchen, 1978
Stelle: 382f.
Lit-Kurzt.: Witte, Die Geschichte der Sophienkirche, 1912
Stelle: ..
Lit-Kurzt.: Brendicke, Hans, Der Turm der Sophienkirche in Berlin =
Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins 22 (1905)
Stelle: 87-88
Lit-Kurzt.: Buß, Georg, Die Sophienkirche =
Der Bär 19 (1893)
Stelle: 286-287
Lit-Kurzt.: Mitteilungen (...) über den Ankauf der Häuser Große Hamburger Straße Nr. 28-31 behufs Freilegung des Sophien-Kirchturmes, Berlin 1885
Stelle: ..
Lit-Kurzt.: Die Stiftungsurkunde der Sophien-Kirche, Berlin 1874
Stelle: ..
Lit-Kurzt.: Frege, Ludwig, Die Sophienkirche =
Chronik der Königlichen Haupt- und Residenzstadt für das Jahr 1837 von G. Gropius, 1840
Stelle: 70-73
Lit-Kurzt.: Nicolai, Residenzstädte, 1786
Stelle: 51
Lit-Kurzt.: Königl. Fundation der Sophien-Kirche und derselben Confirmation, so wie selbige nach dem Original der vom Probste Johann Porst 1713 gehaltenen Einweihungspredigt beygedruckt worden, Cölln a.d. Spree, 1714Topographie Mitte, 2003
Stelle: 460
  
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Revisionsdatum Datenbank: 10.04.2014