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Rundgang Museen

Jüdisches Museum Berlin



Lindenstraße 9-14
10969 Berlin

Das Jüdische Museum ist eins der wenigen Beispiele dekonstruktivistischer Architektur in Berlin. Es wurde 1993 bis 1999 nach einem Entwurf von Daniel Libeskind errichtet.

Fensterbänder, die ohne Rücksicht auf Stockwerke und Räume über die zinkverkleidete Fassade laufen, prägen die Außenansicht. Aus der Vogelperspektive wird erkennbar, dass dem Grundriss ein zerbrochener Davidstern zugrunde liegt.

Im Gebäude symbolisieren fünf leere Räume die Lücken, die der Holocaust in der deutschen Gesellschaft gerissen hat. Nur einer dieser "Voids" ist begehbar. Auch die Wegeführung in drei Achsen unterstreicht, dass das Haus halb Museum, halb Mahnmal ist. Die längste dieser Achsen führt zur zentralen Treppe des Museums und damit in ein offenes, unbestimmtes Morgen, die zweite ins Freie, in den Garten des Exils und die dritte, kürzeste in den Leerraum des Holocaust.

Schon vor Einzug der Sammlungen herrschte aufgrund des Interesses am Bauwerk selbst großer Besucherandrang: 350.000 Menschen besichtigten das leere Haus.
Die Dauerausstellung des Museums zeigt Zeugnisse deutsch-jüdischer Geschichte und Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart.

Das Jüdische Museum wurde als Erweiterungsbau des barocken Haupthauses des benachbarten Berlin-Museums geplant. Dort liegt daher auch der Eingang zu dem markanten Bau, der nur über einen Tunnel betreten werden kann. Seit 1998 ist das Jüdische Museum allerdings eine eigenständige Institution.

Im September 2007 eröffnete das Museum den von Daniel Libeskind entworfenen Glashof. Er überspannt den großen Innenhof des barocken Altbaus, die Glasfront gibt den Blick auf den Museumsgarten frei. Aufgrund des großen Besucherandrangs ist eine erneute Erweiterung ab August 2010 geplant. In einer ehemaligen Blumengroßmarkthalle gegenüber dem Gebäude soll die Akademie des Museums mit Bibliothek, Archiv und Räumen für die Museumspädagogik Einzug halten.


Weitere Informationen:

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Jahreszahl Jüdisches Museum Berlin
 





Abbildungen:
Landesarchiv Berlin / Bert Sass
Landesarchiv Berlin
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin / G. Schneider
Jüdisches Museum / Jens Ziehe
Jüdisches Museum / Marion Roßner
Jüdisches Museum / Jens Ziehe

 
 
 


 
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