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Rundgang Mauerstreifen - Bauliche Entwicklung der Orte
Oberbaumbrücke
Südlich der Oberbaumbrücke gehörte die Spree als Grenzfluss in voller Breite zu Ost-Berlin. Die im Krieg erheblich zerstörte Brücke war zu Mauerzeiten geschlossen. 1974 wurden die Ruinen der beiden Spitztürme abgerissen.
Ihren Namen erhielt die Brücke, weil an dieser Stelle einst die Spreezufahrt zur Stadt nachts durch einen abgehängten Baumstamm verschlossen wurde. 1724 ersetzte eine hölzerne Zugbrücke diese primitive Zollstation. 1894-96 entstand - nach Entwürfen von Otto Stahn - im Vorfeld der Berliner Gewerbeausstellung der heute wieder aufgebaute Bau im Stil der märkischen Backsteingotik. Seit 1902 überquerte hier die erste Berliner U-Bahnlinie die Spree.
Nach dem Mauerfall wurde die Brücke für rund 200 Millionen Mark instandgesetzt. Die Hochbahn erhielt ein neues Viaduktsegment nach Plänen des Spaniers Santiago Calatrava. Zum fünften Jahrestag des Mauerfalls im November 1994 wurde die Brücke für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr freigegeben, ein Jahr später fuhr wieder die erste U-Bahn der Linie 1 zur Warschauer Brücke.
Die Neoninstallation "Stein - Papier - Schere" des Künstlers Thorsten Goldberg entstand 1997 als Auftrag der Senatsbauverwaltung.
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Abbildungen:
Landesarchiv Berlin (3)
Jörg Küster
Partner für Berlin / FTB-Werbefotografie
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