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Rundgang Mauerstreifen - Bauliche Entwicklung der Orte

Luisenstädtischer Kanal/Engelbecken



Von der Spree folgte die Mauer zunächst dem Bogen des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals. Der Kanal verlief zum Engelbecken und bog hier nach Süden zum Landwehrkanal ab. Entstanden war er um 1850 als Kernstück einer von Lenné konzipierten Grünanlage. 1926 wurden das Engelbecken und der Kanal, der aufgrund falscher Berechnungen des Gefälles zur stehenden Kloake geworden war, zugeschüttet.

Die Michaelkirche am Engelbecken wurde 1851 bis 56 von August Soller als katholische Garnisonskirche begonnen und nach Sollers Tod von Friedrich August Stüler vollendet.

Die Gartendenkmalpflege setzte sich früh dafür ein, dass der ehemalige Grenzstreifen wieder zur Grünanlage wurde. 1993 wurde mit der Neugestaltung begonnen. Heute sind Teile des ehemaligen Kanals als tiefer liegender Rosengarten angelegt.

Das Engelbecken wurde 1999 ausgebaggert und hat sich mit Grundwasser gefüllt. Die Westseite des Beckens ist wieder mit Wohnhäusern bebaut. An der Annenstraße entstand im "Hinterland" des Grenzübergangs Prinzenstraße, an den eine Gedenktafel an der Ecke Sebastian- und Prinzenstraße erinnert, das 1998 eröffnete Heinrich-Heine-Forum - ein Wohn- und Ladenensemble, in das die denkmalgeschützte Exerzier- und Reithalle Schinkels integriert wurde.

Weitere Informationen:

  Jahreszahl Engelbecken
Engelbecken 2008; Foto: Cumulus/H. Guggenthaler
 



Mauerportal / Berlin.de


Abbildungen:
Landesarchiv Berlin (3)
Jörg Küster
 
 


 
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