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Rundgang Mauerstreifen - Bauliche Entwicklung der Orte
Die Berliner Mauer
160 Kilometer lang war die Mauer, die Berlin fast 30 Jahre lang zerriss und isolierte.
Das Wort "Mauer" ist symbolisch zu verstehen, denn die Grenzanlagen wandelten zwischen 1961 und 1989 mehrfach ihre Gestalt. Am Ende bestanden sie aus einer äußeren und inneren Mauer, zwischen denen der berüchtigte Todesstreifen lag. Auch geografisch zerfiel die Mauer in zwei Teile: die innerstädtische Grenze (ca. 45 km zwischen West- und Ostteil der Stadt) und die mit 115 km wesentlich längere Barriere, die den Westteil vom Brandenburger Umland trennte.
Nach 1989 waren zunächst alle Mühen darauf gerichtet, die Schneise zu überwinden und die Teilung vergessen zu machen. So verständlich das ist, so wichtig ist es, den Verlauf für die nachwachsenden Generationen zu dokumentieren. Die Narbe verheilt und scheint an vielen Orten aus dem steinernen Gedächtnis der Stadt verschwunden.
Seit 2001 erschließt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit dem Projekt "Berliner Mauerweg" die gesamten 160 km der Berliner Mauer für Radfahrer und Fußgänger. Dabei wird der gesamte Verlauf mit grünen Schildern gekennzeichnet und fehlende Wege ergänzt. So wurde zwischen Pankow und Wedding im August 2004 ein 1,2 km langes Wegstück nördlich der Bornholmer Straße eingeweiht.
Viele Kilometer der innerstädtischen Mauer sind zudem durch eine doppelte Pflastersteinreihe dokumentiert, am Martin-Gropius-Bau in der Niederkirchnerstraße wird ein etwa 200 Meter langes Segment für die Nachwelt erhalten und an der Bernauer Straße wurde 1998 die Mauergedenkstätte eingerichtet.
Dieser Rundgang zeigt Stationen entlang der einstigen Grenze im Berliner Zentrum. Wer genau hinsieht, kann im Stadtbild noch immer den Zynismus und die Monstrosität eines Bauwerks ablesen, das heute Gott sei Dank Geschichte ist.
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Abbildungen:
Landesarchiv Berlin
Landesarchiv Berlin / Klaus Lehnartz (3)
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