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Rundgang Mauerstreifen - Bauliche Entwicklung der Orte

Checkpoint Charlie



War der Übergang Prinzenstraße Bundesbürgern vorbehalten, so durften am legendären Checkpoint Charlie nur Ausländer und Diplomaten passieren. Der Name entstand als Erläuterung des Kürzels "C": Checkpoint A war Helmstedt, Checkpoint B Dreilinden und der Checkpoint C wie Charlie lag in der Friedrichstraße.

Die riesigen, labyrinthischen Grenzanlagen nahmen einen ganzen Block ein. Dafür wurden unter anderem die Kriegsruinen der 1735 bis 1737 von Friedrich Wilhelm Dietrichs für böhmische Religionsflüchtlinge erbauten Bethlehemskirche abgetragen. Der Grundriss der Kirche ist heute wieder auf dem Vorplatz des Philipp-Johnson-Hauses an der Mauerstraße im Pflaster markiert.

Das Grenzkontrollhäuschen der amerikanischen Streitkräfte wurde 1990 abgebaut, später aber durch eine Replik ersetzt. Überragt wird es von einer Auftragsarbeit des Künstlers Frank Thiel, der die Porträts eines russischen und eines amerikanischen Soldaten gegeneinandersetzte. Thiel realisierte sein Werk im Rahmen des Senatsprogramms "Kunst im Stadtraum".

Auf dem Gelände der Grenzanlagen entstanden als Büroneubauten das "Triangel" nach Entwürfen von Josef Paul Kleihues und das American Business Center, zu dem neben Bauten von David Childs und Lauber/Wöhr auch das von Altmeister Philip Johnson errichtete Haus zwischen Mauer- und Friedrichstraße gehört.

Der lange erhaltene Wachturm des Grenzübergangs wurde im Dezember 2000 vom Grundstückseigentümer abgerissen.

Vor der Zimmerstraße 26 erinnert ein Mahnmal an Peter Fechter, der 1962 durch Schüsse schwer verletzt erst nach einer Stunde weggetragen wurde und starb.

An der Ecke Friedrich- und Kochstraße liegt das Museum Haus am Checkpoint Charlie.

An der Friedrichstraße informiert außerdem eine Open-Air-Ausstellung in Deutsch und Englisch über die Geschichte und die Bedeutung des ehemaligen Grenzübergangs.

Weitere Informationen:

  Jahre Karte
Checkpoint Charlie
Checkpoint Charlie
Fotoausstellung am Checkpoint Charlie  (Foto aus Cumulus/SenStadt)
 



Mauerportal / Berlin.de


Abbildungen:
Landesarchiv Berlin
Landesarchiv Berlin / Klaus Lehnartz
Landesarchiv Berlin
Presse- und Informationsamt des Landes Berlin / W. Gerling
Landesarchiv Berlin / Barbara Esch-Marowski
 
 


 
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