Rundgang Mauerstreifen - Bauliche Entwicklung der Orte
Brandenburger Tor
Kaum ein Berliner Bauwerk kann sich in Sachen Symbolkraft mit ihm messen: Das 1788 bis 1791 von Carl Gotthard Langhans erbaute Brandenburger Tor ist das letzte erhaltene Stadttor Berlins - und war fast 30 Jahre von der Mauer verschlossen. "Die deutsche Frage ist offen, solange das Brandenburger Tor geschlossen ist," formulierte Richard von Weizsäcker Anfang der 80er Jahre als Regierender Bürgermeister. In seiner zehnjährigen Amtszeit als Bundespräsident erlebte er die Öffnung.
Das Tor war nach dem Zweiten Weltkrieg das einzig erhaltene Gebäude auf dem Pariser Platz - abgesehen von einem Rest der einstigen Akademie der Künste. Heute ist das einstige Sperrgebiet wieder als Stadtplatz bebaut - mit repräsentativen Bürohäusern, in denen vor allem Banken eingezogen sind, der französischen sowie der amerikanischen Botschaft, der Akademie der Künste und dem Hotel Adlon.
Der eigentliche Platz erhielt bereits kurz nach der Maueröffnung sein altes Gesicht zurück, nach dem historischen Vorbild der Platzgestaltung von Gartenbaudirektor Hermann Mächtig.
Im Jahr 2000 wurde der Platz vor dem Brandenburger Tor in "Platz des 18. März" umbenannt - nicht nur im Gedenken an die Märzrevolution, sondern auch an das Datum der ersten und letzten demokratischen Wahlen in der DDR im Jahr 1990.
Zwischen Brandenburger Tor und Reichstag erinnern im Schatten der Tiergartenbäume 16 Kreuze am "Zaun des Gedenkens" an die Menschen, die an der Berliner Mauer starben.
Auf dem Pariser Platz weist die "Mauerinformation Brandenburger Tor" auf die historischen Orte der Teilung hin. Sie befindet sich im Zwischengeschoss des U- und S- Bahnhofs Brandenburger Tor und ist während der Betriebszeiten der U 55 geöffnet.
Abbildungen:
Landesarchiv Berlin (2)
Landesarchiv Berlin / Klaus Lehnartz
Landesarchiv Berlin / Barbara Esch-Marowski
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