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Rundgang Mauerstreifen - Bauliche Entwicklung der Orte
Bornholmer Straße/Bösebrücke
Am Abend des 9. November 1989 geschah das Unfassbare: Gegen 22.30 Uhr öffneten Grenzer am Übergang Bornholmer Straße die Schranke. Die Mauer war gefallen. Die Menschen strömten über die Bösebrücke in den Westen. Eine Gedenktafel erinnert heute an dieses Ereignis.
Der 30 Meter lange westliche Teil der Grenzbrücke war bereits zwischen 1983 und 1985 instand gesetzt worden. Im August 1990 begann die Sanierung des Ostteils. Am 14. Oktober 1995 rollte über die Stahlbrücke erstmals wieder eine Straßenbahn in den Westteil der Stadt.
Südlich der Bösebrücke sind an der Norwegerstraße Teile der Hinterlandmauer erhalten, im Norden reicht das erhaltene Mauerstück fast bis zur Björnsenstraße.
Noch bis Anfang 1984 wurde die S-Bahn im Westteil unter DDR-Regie betrieben. Den S-Bahnhof Bornholmer Straße allerdings sparte die S-Bahn seit November 1961 aus. Man baute eigens eine im Volksmund als Ulbrichtkurve apostrophierte, direkte Verbindung zwischen den Bahnhöfen Pankow und Schönhauser Allee, um den Grenzbahnhof nicht mehr anfahren zu müssen.
Seit den neunziger Jahren wurde das "Nordkreuz" umstrukturiert, der S-Bahn-Verkehr neu geregelt. Seit Juni 2003 können Fahrgäste vom Bahnhof Bornholmer Straße aus wieder in vier Richtungen abfahren. Möglich macht das ein neues, dreigeschossiges S-Bahn-Kreuz.
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Abbildungen:
Landesarchiv Berlin
Landesarchiv Berlin / Klaus Lehnartz
Jörg Küster (2)
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