Rundgang Regierungsviertel
Bundespräsidialamt und Schloss Bellevue, Amtssitz des Bundespräsidenten
Amtssitz des Bundespräsidenten Schloss Bellevue und Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
10557 Berlin
Postanschrift
11010 Berlin
Noch vor Parlament und Regierung verlegte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker seinen ersten Amtssitz nach Berlin: im März 1994.
Unter Weizsäckers Nachfolger Roman Herzog fiel die Entscheidung, wer den neben dem Schloss Bellevue vorgesehenen Erweiterungsbau für das Bundespräsidialamt planen sollte. Im Architekturwettbewerb setzte sich der Entwurf der Architekten Martin Gruber und Helmut Kleine-Kraneburg durch. Das im November 1998 offiziell übergebene ovale Gebäude fügt sich mit seiner dunklen, spiegelnden Natursteinfassade unauffällig in den umgebenden Tiergarten.
Die Büros sind im elliptischen Außenring angeordnet und über Brücken mit dem nach außen nicht sichtbaren Innenriegel verbunden. In ihm liegen die Bibliothek und weitere Nebenräume. Ein 1.000 Quadratmeter großes Glasdach überspannt den Innenhof.
Als Ausgleichsmaßnahme für die beim Bau gefällten Bäume finanzierte der Bund einen neuen Park auf der anderen Seite der Spree: Aus dem ehemaligen Parkplatz des Bundespräsidialamts im so genannten Präsidenten-Dreieck zwischen Paulstraße, Stadtbahn-Viadukt und Spree wurde so eine zwei Hektar große öffentliche Grünanlage.
Das Schloss Bellevue entstand 1785 bis 1790 nach Plänen von Michael Philipp Daniel Boumann für den jüngeren Bruder Friedrichs des Großen. Es wurde im Lauf der Zeiten zunächst als Museum für Völkerkunde, seit 1938 als Reichsgästehaus genutzt. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es als Berliner Amtssitz des bundesdeutschen Staatsoberhaupts wieder aufgebaut.
Im Mai 2004 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten am Schloss - mit einem Gesamtetat von rund 11,7 Millionen Euro. Anfang 2006 wurde Bellevue dem Bundespräsidenten wieder als Amtssitz übergeben.
Weitere Informationen:
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Abbildungen:
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (2)
Andreas Muhs
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