Rundgang Regierungsviertel
Bundeskanzleramt
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin
Das Bundeskanzleramt eröffnet im Westen das "Band des Bundes" - jene Bebauungsspange im nördlichen Tiergarten, die über Spree und Spreebogen hinweg den Brückschlag zwischen West und Ost baulich nachvollzieht.
Axel Schultes und Charlotte Frank zeichnen als Planer für die stadträumliche Struktur wie für die Architektur des neuen Kanzleramts verantwortlich. 1992 gewannen sie den städtebaulichen Wettbewerb zum Regierungsviertel, 1994 den Realisierungswettbewerb für das Kanzleramt.
Das 36 Meter hohe, neungeschossige Leitungsgebäude bildet das Zentrum des Komplexes. Zwei fünfgeschossige Verwaltungsflügel, von 13 große Wintergärten zu strengen Gebäudereihen gegliedert, flankieren es im Norden und Süden.
Auf der Ostseite des Leitungsgebäudes liegt der große Ehrenhof mit der Monumentalskulptur "Berlin" von Eduardo Chillida, im Westen der Kanzlergarten, der bis zum Moabiter Werder reicht.
Das Bundeskanzleramt war nach dem Regierungsumzug in Berlin vorübergehend im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR untergebracht. Am 30.April 2001 nahm der Kanzler offiziell die Arbeit im Spreebogen auf.
Ende des 17. Jahrhunderts ließ Friedrich Wilhelm I. im Spreebogen einen Exerzierplatz anlegen, den Lenné zum "Königsplatz" umgestaltete. Vergnügungslokale in Zelten siedelten sich an und gaben der ersten fest bebauten Straße ihren Namen: "In den Zelten".
Südlich des heutigen Kanzleramts lag die Krolloper. Das einstige Vergnügungsetablissement wurde nach dem Reichstagsbrand von den Nationalsozialisten als Parlamentsgebäude genutzt.
Weitere Informationen:
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Abbildungen:
Andreas Muhs
Partner für Berlin / FTB-Werbefotografie (2)
Inge Johanna Bergner
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