Rundgang Regierungsviertel
Auswärtiges Amt
Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117 Berlin
Postanschrift:
11013 Berlin
Für das Auswärtige Amt wurde der einstige Hauptsitz der Deutschen Reichsbank um einen vorgelagerten Neubau am Werderschen Markt erweitert, für den die Architekten Thomas Müller und Ivan Reimann den Entwurf lieferten. Heute arbeiten 2.000 Menschen in den beiden Großkomplexen.
Müller Reimann gliederten den 20.000 Quadratmeter großen Neubau durch eine baumbestandene Stadtloggia und zwei Eingangshöfe - als Räume der Begegnung, in denen die Stadt in den Komplex hineinreicht.
Der Entwurf von Max Dudler, im Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet, wurde vom Bauherren aufgrund seiner massiven Abgrenzung zum Umfeld und der monotonen Fassadengestaltung abgelehnt.
Für das 60.000 Quadratmeter große Reichsbankgebäude waren 1934 zahlreiche Gebäude abgerissen worden, darunter der um 1678 errichtete Raules Hof und das Weydinger-Palais. Ein Stück altes Berlin verschwand und machte Platz für den Monumentalbau, der nach Plänen von Heinrich Wolff bis 1940 hier entstand.
1959 bezog das Zentralkomittee der SED den Komplex, der sich in den Folgejahren zum eigentlichen Machtzentrum der DDR entwickelte. Neben dem ZK war hier auch das Politbüro ansässig.
Als 1990 der Palast der Republik wegen Asbestverseuchung geschlossen wurde, zog die Volkskammer in das Reichsbankgebäude, das jetzt den Namen "Haus der Parlamentarier" trug. Am 2. Oktober 1990 fand hier ihre letzte Sitzung statt.
Von 1996 bis 1999 wurde das Haus nach Plänen von Hans Kollhoff saniert. Die erhaltenen Ausbauten aus mehreren Jahrzehnten wurden dabei so weit als möglich bewahrt, die Kassenhalle zum Konferenzzentrum umgebaut. Die Öffnung vermauerter Oberlichter und Fenster, die Begrünung der Innenhöfe und der Flachdächer des Mittelbaus, sowie ein durchgängiges freundliches Farbkonzept veränderten die zuvor eher düstere Atmosphäre des Gebäudes spürbar.
Weitere Informationen:
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Abbildungen:
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (3)
Reiner Elsen
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