Vom Alexanderplatz zum Pariser Platz
Berliner Dom
1747 ließ Friedrich II. von Johann Boumann d. Ä. einen Dom am Lustgarten errichten, der einen südlich des Schlosses gelegenen Vorgängerbau aus dem Jahr 1536 ersetzte. 1817 gestaltete Schinkel dieses Gotteshaus um, 1893 wurde es abgerissen.
Der heutige monumentale Zentralbau entstand 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff und dessen Sohn Otto. Er ist ein wichtiges Beispiel spätgründerzeitlicher Kirchenbauten und zitiert Stilelemente des römischen Barocks und der italienischen Hochrenaissance.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom schwer beschädigt. Während das benachbarte Schloss aus ideologischen Gründen abgerissen wurde, blieb die Domruine stehen. Der Kirche in der DDR gelang es 1974 sogar, die Wiederherstellung des gewaltigen Gebäudes in Angriff zu nehmen. Mit finanzieller Hilfe der evangelischen Kirche in der Bundesrepublik konnte die in einigen Details vereinfachte Restaurierung des Äußeren 1981 abgeschlossen werden.
1984 bis 2002 wurde auch der Innenraum mit seinen acht Kuppelmosaiken, das kaiserliche Treppenhaus und die Dom-Gruft wiederhergestellt. In der Gruft sind seit 1999 wieder etwa 100 Sarkophage, darunter solche von Peter Vischer aus dem Jahre 1530 und der Prunksarg für König Friedrich I. nach Andreas Schlüter, zu sehen. Bereits seit Anfang der 90er Jahre finden im Dom wieder Gottesdienste und Konzerte statt.
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Abbildungen:
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