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ÜberBrücken

Oberbaumbrücke


Die Oberbaumbrücke über die Spree, 1724 als Holzbrücke errichtet, war über Jahrhunderte die bei weitem längste Brücke Berlins. 1894 wurde sie in Massivbauweise mit sieben Gewölben und aufgeständertem Viadukt zur Aufnahme der ersten Berliner Hochbahnstrecke erneuert. Wegen der Lage im Grenzgebiet zwischen West- und Ost-Berlin konnte das im Zweiten Weltkrieg teilweise gesprengte Bauwerk erst nach der Wiedervereinigung als Verbindung der Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain wiederhergestellt werden. Bei weitgehender Restaurierung des historischen Aussehens wurde die Straßenebene unter Verwendung von Stahlbeton und Spannbeton ertüchtigt, während die Hochbahn eine völlig neue Tragkonstruktion erhalten musste: Die Mittelöffnung wurde als Kontrapunkt zur übrigen Formgebung mit einem modernen stählernen Rahmentragwerk geschlossen, während in den Seitenfeldern Preflexträger auf Stahlrahmen in den Viadukt eingefügt wurden. Nach Festlegung des endgültig abgestimmten Ausführungskonzeptes konnte 1992 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Zur Beschleunigung der Baumaßnahme wurde flussabwärts eine provisorische Fußgängerbrücke errichtet.

Pünktlich zum fünften Jahrestag des Falls der Berliner Mauer wurden die Fahrbahn und der unterwasserseitige Gehweg am 9. Nov. 1994 wieder dem Verkehr übergeben. Mit Einbau des Sprengewerks im April 1995 war die letzte Lücke in der Hochbahnverbindung zum nördlich der Oberbaumbrücke gelegenen Bahnhof Warschauer Straße geschlossen, so dass die Streckenverlängerung wie geplant im Oktober 1995 in Betrieb genommen werden konnte.
 



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