Diese umfangreiche Brunnenanlage wurde als Teil einer öffentlichen Investitionsmaßnahme zur Verkehrsberuhigung in der Cuvrystraße errichtet. Anstoß und Idee für diesen Zierbrunnen gehen dabei wesentlich auf die Initiative der Anwohner zurück. Von daher kann diese Anlage als ein typisches Beispiel für die insbesondere in Kreuzberg in den 70er und 80er Jahren anzutreffende Mitbestimmungskultur bezeichnet werden. Die detailfreudige Gestaltung wurde im Rahmen eines zweistufigen, vom Bezirksamt Kreuzberg und der Bauausstellung Berlin GmbH durchgeführten Bildhauersymposions erarbeitet.
Die variable Erscheinung des Brunnens, sein von großem Material-, Farb- und Formenreichtum bestimmtes Gepräge ist nicht zuletzt dem Umstand verdankt, dass eine Vielzahl von Künstlern mit ihrem je eigenen Personalstil bei der Ausführung beteiligt war. In seiner Grundform fügen sich die einzelnen Elemente des Brunnens zu einem Schiffsrumpf zusammen. Nach Aussage der Künstler sollten dann auch mit der Anlage die alten Lastkähne auf der nahegelegenen Spree oder Bilder und Umschreibungen wie "Das Narrenschiff" oder "Das Sitzen im gemeinsamen Boot" assoziiert werden. Im Detail bevorzugten einige der Künstler die traditionelle figürliche Darstellungsweise mit dem menschlichen Körper als unbestritten beliebtestem Motiv, andere verlegten sich hingegen auf pure Abstraktion als Ausdrucksmittel, und eine dritte Gruppe verschmolz schließlich beide Sprachen zu einem gelungenen Potpourri.
(Quelle: "Wenn alle Brünnlein fließen", herausgegeben vom Bezirksamt Kreuzberg von Berlin, Hochbauamt und Untere Denkmalschutzbehörde)
Cuvrybrunnen
| Standort |
Cuvrystraße, 10997 Berlin |
| Brunnenaufbau |
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| Entwurf |
die Bildhauer:
Claudia Ammann, Isolde Haug, Azade Köker, Robert Schmidt, Bernd Münster, Peter Herbrich, Silvia Kluge
Federführende Leitung: Prof. Eduoard Bannwart |
| Baujahr |
1983 -1985 |
| Verkehrsverbindungen |
U-Bahn U1
Bus 265 |
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