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Öffentliche Beleuchtung in Berlin

Archiv: LED-Musterstrecke Waldstraße:
zwischen Turmstraße und Wiclefstraße


Die neue Quartiersleuchte

In Berlin werden gasbetriebene Straßenleuchten, außerhalb der Gaserhaltungsgebiete, nach und nach auf den Betrieb mit moderner, energiesparender LED-Technologie umgestellt. Für die Wohnstraßen zwischen Turm- und Siemensstraße, in Berlin-Moabit, sollte eine technische Aufsatzleuchte gefunden werden, die als neue Quartiersleuchte überzeugt und die Straßen nachhaltig besser beleuchtet.

Heutige Situation

Die Beleuchtung der Wohnstraßen im Quartier besteht derzeit überwiegend aus Gasaufsatzleuchten. Die Leuchten säumen in relativ kurzem Abstand von ca. 25 Metern beide Straßenseiten. An den Kreuzungsbereichen stehen zudem jeweils vier Gashängeleuchten.

Unsere Aufgabe

Aufgrund vermehrter Eigentumsdelikte im Quartier forderte nicht nur der Präventionsbeauftragte der Berliner Polizei eine verbesserte Beleuchtung, auch aus der Bevölkerung kamen vermehrt Hinweise.

Zudem hat die veränderte PKW-Parksituation in den vergangenen Jahren das subjektive Sicherheitsempfinden der Passanten und Anwohner beeinträchtigt. Durch querparkende Fahrzeuge sind die Straßen an einigen Stellen dunkler und unübersichtlicher geworden.

Die bestehende Gasbeleuchtung zu verdichten, ist jedoch unwirtschaftlich. Auch die Umrüstung durch baugleiche LED-Leuchten erweist sich in diesem Fall als wenig sinnvoll, da die Ausleuchtung der Straßen und Gehwege damit nicht erheblich verbessert würde. Deswegen wollten wir die Beleuchtung in diesem Quartier erneuern. Die Anwohner und interessierte Bürger wurden angesprochen und in den Entscheidungsprozess einbezogen.

Unser Beleuchtungskonzept

Um die Bürger an der Entscheidung über Art und Weise der zukünftigen Straßenbeleuchtung zu beteiligen, wurde in einem Abschnitt der bereits elektrifizierten Waldstraße – zwischen Turm- und Wiclefstraße – eine Beleuchtungsmusterstrecke installiert. Dabei kamen verschiedene LED-Leuchten zum Einsatz. Sie sollten einen Eindruck von der Lichtwirkung der Leuchten für Wohnstraßen vermitteln.

Leuchten für den Beusselkiez Leuchten für den Beusselkiez Leuchten für den Beusselkiez Leuchten für den Beusselkiez Leuchten für den Beusselkiez Leuchten für den Beusselkiez Leuchten für den Beusselkiez
Fotos: Linus Lintner

Von jedem ausgewählten Leuchtentyp sind fünf bis neun Stück im Echtbetrieb zu sehen (siehe Lageplan). Zur Bewertung der Lichtwirkung der Leuchten wurden mehrere Standorte mit dem gleichen Leuchtentyp ausgestattet. So auch der begehbare und begrünte Mittelstreifen der Straße, wo eine andere Lichtverteilung erforderlich ist, als auf dem Gehweg. Denn während auf dem Gehweg das Licht von den Häusern weggelenkt werden muss, strahlen die Leuchten im Mittelstreifen rundherum. Sie können direkt strahlende und indirekt strahlende Leuchten begutachten. Bei ersteren lässt eine Linsentechnik die LEDs direkt nach unten strahlen, bei letzteren lenkt ein Reflektor das Licht in die gewünschte Richtung. Die Musterstrecke ist unverändert in Betrieb und kann weiterhin besichtigt werden, das Ergebnis der Bürgerbeteiligung ist dem Abschlussbericht zu entnehmen.