Kollwitzplatz und Umgebung
Der nach der Malerin, Bildhauerin und Grafikerin Käthe Kollwitz benannte Platz präsentiert heute eine einmalige Restaurant- und Kneipenkultur, die immer mehr Einheimische und Besucher anzieht. Viele Mietskasernen aus dem 19. Jahrhundert sind renoviert und modernisiert. Der Deutsch-Holländische Actienverein hatte hier vor etwa 100 Jahren Wohnhäuser errichten lassen, bei deren Bau erstmalig Fassadenschmuck und Balkonbrüstungen als genormte Teile verwendet wurden. Diese Bauart verlieh den meist fünfgeschossigen, reich gestalteten Vorderhäusern eine erstaunliche Ebenmäßigkeit. Der vordere Teil der Husemannstraße ist Mitte der 80er Jahre im Stil der Jahrhundertwende restauriert worden.
Die parallel zur Husemannstraße verlaufende Rykestraße präsentiert auf einer Anhöhe ein besonders originelles Wohnquartier: Der stillgelegte Wasserturm, genannt der "Dicke Hermann" aus dem Jahre 1873 weist 6 Wohngeschosse auf, die sich unter dem ehemaligen Wasserspeicher befinden.
Schönhauser Allee
Die Schönhauser Allee und ihre Nebenstraßen wurden seit Mitte des vorigen Jahrhunderts in schnellem Tempo mit engen und hohen Mietskasernen bebaut. Reichverzierte Fassaden sollten den Anschein von Wohlstand erwecken.
Geprägt wird die Allee durch die U-Bahn, die, vom Alexanderplatz kommend, ihre unterirdische Streckenführung verlässt und als Hochbahn oberirdisch bis nach Pankow fährt. Nicht weit entfernt, an der Kreuzung Stargarder Straße, liegt die in den Wendezeiten bekannt gewordene Gethsemanekirche mit einer gründerzeitlichen Platzbebauung.
Prenzlauer Allee
Neben der Schönhauser durchqueren zwei Magistralen den Bezirk, nämlich die Prenzlauer Allee und die Greifswalder Straße. Während in der Prenzlauer Allee nach wie vor das Wohnen dominiert, entwickelt sich die Greifswalder Straße zu einer Geschäftsstraße. Wohnen an der Greifswalder Straße will aber angesichts des hier herrschenden enormen Verkehrs überlegt sein. Die ruhigeren Seitenstraßen eignen sich aber hervorragend zum Wohnen. Beispielsweise im östlich der Greifswalder Straße gelegenen sog. "Bötzowkiez", der nicht nur mit seinen Fassaden, an denen noch reichhaltige Stuckornamente vorhanden sind, lockt, sondern auch mit der Nähe zum Volkspark Friedrichshain, der als grüne Lunge des Nachbarbezirks auf dieses Viertel abstrahlt. Daneben entwickeln sich jedoch auch die Wohnquartiere am Helmholtzplatz und am Teutoburger Platz durch fortgesetzte Sanierung der Gebäude und der öffentlichen Platzanlagen rasant. Der Helmholtzplatz erinnert ob seiner Größe eher an eine Park als an einen Stadtplatz. Zwischen Sült- und Sodtkestraße befindet sich eine städtebaulich großzügig angelegt Wohnanlage, die mit ihren breiten und begrünten Wohnhöfen als Alternative zu den typischen Berliner Mietskasernen gedacht war. Wegen der stark durch holländische Stilmittel beeinflussten Bauweise wird die Siedlung auch Flamensiedlung genannt. Die Fassaden des in den 20er Jahren gebauten Viertels um die Rietzestraße wirken dagegen auf den ersten Blick nüchtern und schmucklos. Die behagliche Wohnatmosphäre erschließt sich erst über den großen Wohnhof nach innen.
Städtebaulicher Entwicklungsbereich Eldenaer Straße
Nur wenige Minuten vom Alexanderplatz entfernt, an der Schnittstelle der drei dichtbesiedelten Berliner Bezirke Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg wird das 50 ha große Gelände des ehemaligen "Central Vieh- und Schlachthofes Berlin" zu einem neuen und modernen Stadtquartier mit Wohnungen, Dienstleistungs-, Gewerbe- und Handelseinrichtungen, restaurierten denkmalgeschützten Gebäudeensembles sowie Parks und öffentlichen Grünflächen entwickelt. Das Gebiet verfügt über eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und das überregionale Straßennetz sowie Nähe zum ICE-Haltepunkt Ostbahnhof.
Städtebauliche Sanierung
Im Stadtteil Prenzlauer Berg wurden Anfang der neunziger Jahre fünf Sanierungsgebiete förmlich festgelegt: Helmholtzplatz, Kollwitzplatz, Teutoburger Platz, Winsstraße und Bötzowstraße. Damit ist der Stadtteil Europas größtes zusammenhängendes Sanierungsgebiet.
Ziele der Sanierung sind
- Behutsame, den Bedürfnissen der im Gebiet lebenden und arbeitenden Menschen angepasste Erneuerung
- Erhalt bestehender Stadtstrukturen
- Sozialverträglichkeit vorgesehener Maßnahmen
- Beteiligung der Betroffenen
- Berücksichtigung ökologischer Ansätze
Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf/Soziale Stadt
Im Stadtteil Prenzlauer Berg wurde gem. Senatsbeschluss vom 30.3.1999 in den Gebieten Helmholtzplatz und Falkplatz ein Quartiersmanagement eingerichtet.
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Kulturbrauerei (18)

Wasserturm Prenzlauer Berg (23)

Pappelallee

Kastanienallee

Kastanienallee
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