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    Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten/innen als Generalplaner/innen
"Neubau Kindertagesstätte Gudrunstraße, Berlin Lichtenberg"

Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
4.000,- Euro
  Architektur/GP:
FORMATION A, Berlin
Verfasser: Torsten Lockl, Dipl.-Ing. Architekt,
Lina Müller, Dipl.-Ing. Architektin
Mitarbeit: Matthias Prüger, Teresa Riethmüller
Valentina Roncoroni, Dario Arlandini

Landschaftsarchitektur:
JUCA architektur + landschaftsarchitektur, Berlin
Verfasser: Judith Brücker, Carolin Fickinger
Mitarbeit: Marco Mattelig, Yotam Olshaker

Tragwerksplanung:
ifb Thal + Huber Partnerschaft
beratender Ingenieure, Berlin

Technische Ausrüstung:
BAI / Building Applications Ingenieure, Berlin
Verfasser: Kasche, Lußky, Dr. Krühne

Sonderfachleute/Berater:
Bauphysik, Vorbeugender Brandschutz:
ifb Thal + Huber, Berlin



Beurteilung durch das Preisgericht:

Drei trapezförmige Volumina mit Schrägdach werden zu einem angenehm gegliederten Baukörper entlang der Gudrunstraße addiert. Die Klinkerfassade mit drei Pultdachgiebeln und großen Öffnungen im Obergeschoss wird gleichermaßen dem Anspruch eines einladenden Erscheinungsbildes als auch den Anforderungen des Schallschutzes gerecht – wenn auch das Abtauchen einiger Bereiche im Erdgeschoss in den Geländeverlauf etwas kritisch gesehen wird. Die Materialität wirkt im städtischen Kontext angemessen. Der Eingang vom im Osten gelegenen Vorplatz ist gut erkennbar. Die Lage erfordert zwar, dass Fahrzeuge erst am Friedhof wenden müssen, bevor Kinder abgesetzt werden können. Andererseits ist dadurch ein Überqueren der Straße nicht mehr erforderlich. Die Anlieferung über die Rampe an der Westseite des Gebäudes erscheint ebenfalls problematisch.

Der öffentliche Spielplatz im Osten des Grundstücks ist ausreichend groß und zum Teil über eine Lärmschutzwand geschützt. Diese weist aber im Bereich der Sitzstufen Lücken auf, die überarbeitet werden müssten. Der Durchstich zwischen Gudrunstraße und Rüdigerstraße stellt eine wichtige Wegeverbindung dar.

Die Gebäudestruktur weist eine klare Gliederung auf. Dienende Funktionen wie Küche und Verwaltung schirmen als Rücken die Kita-Räume zur Straße hin ab. Gruppenräume und Gruppennebenräume sind in den einzelnen „Häusern“ paarweise oder in Dreiergruppen gebündelt und jeweils durch Türen verbunden, was als für den Kitabetrieb positiv bewertet wird. Die Sanitärbereiche sollten, wo möglich, Tageslicht erhalten.

Positiv wird die direkte Zugänglichkeit der Gruppenräume zu den Freiflächen im EG gesehen, ebenso wie die leichte Zugänglichkeit aus den Loggien des Obergeschosses über Freitreppen. Jedoch erscheint die Freifläche der westlichen Gruppenräume zur Böschung hin etwas knapp, sodass die Einbindung des Baukörpers in die Topographie an dieser Stelle grundsätzlich in Frage gestellt wird. Die Gliederung der Freiflächen in unterschiedliche Zonen sowie die Verzahnung des Gebäudes mit der Landschaft stellt eine besondere Qualität dar. Auch der Erhalt des Bestandsbaumes am westlichen Vorplatz wird gewürdigt.

Die Jury merkt an, dass die spitzwinkligen Innenecken in Hinsicht auf Belichtung der angrenzenden Räume sowie Brandschutzmaßnahmen im Hinblick auf den Brandüberschlag zu überprüfen wären.

Etwas unentschieden wirken die Oberlichter am Übergang der Pultdächer. Diese erscheinen im Schnitt schlüssig, entfalten aber räumlich kaum Wirkung, da sie an den engsten Stellen des Gebäudes liegen und sich darunter keine dieser Geste entsprechenden Räume befinden. Auch führt die Ausrichtung der Pultdächer dazu, dass in den Firstbereichen enorme Raumhöhen entstehen, die nicht mit den kleinen Räumen darunter korrespondieren. Die langen Flure wirken zum Teil sehr eng. Die Verglasung der Multifunktionsräume verspricht visuelle Aufweitungen, diese müssten aber auch einer Realisierung standhalten.

Insgesamt eine dem Ort und der Aufgabe angemessene Arbeit, die jedoch eine Flächenunterschreitung verschiedener Nutzungsbereiche aufweist.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modellfoto
© Fotograf H.-J. Wuthenow

Perspektive
Perspektive

Ansicht
Ansicht

Schnitt
Schnitt

Grundriss EG
Grundriss EG