Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten als Generalplaner mit Tragwerksplanern, Fachplanern für Technische Ausrüstung, Fachplanern für Bauphysik sowie Landschaftsarchitekten
"Neubau einer Grundschule für die Europacity, Berlin-Mitte"


Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
9.000,- Euro
  ppp architekten + stadtplaner gmbh, Lübeck/Hamburg
Verfasser: Dipl.-Ing. Klaus-H. Petersen, Dipl.-Ing. Markus Kaupert
Mitarbeit: Dipl.-Ing. Arne Lösekann, M. A. Sarah Friede, M. A. Yvonne Eisele, Dipl.-Ing. Marco Sperling

Tragwerksplanung: Schreyer Ingenieure, Bad Oldesloe
Verfasser: Dipl.-Ing. Frank Schreyer, Dipl.-Ing. Sören Svenson
Mitarbeit: Sabine Fahrenkrug, Stefanie Knees

Landschaftsarchitektur:arbos Freiraumplanung GmbH & Co. KG, Hamburg
Verfasser: Dipl.-Ing. Peter Köster

Fachplanung TA:Planungsgruppe KMO Ingenieurgesellschaft mbH, Eutin
Verfasser: Dipl.-Ing. Jörg Beuck

Bauphysik:ppp architekten + stadtplaner gmbh, Lübeck/Hamburg
Mitarbeit: Dipl.-Ing. M. Sc ClimaDesign Marco Sperling


Beurteilung durch das Preisgericht:

Über ein dreigeschossiges Schulgebäude mit aufgesetzter Turnhalle wird an der Ecke Chausseestraße / Boyenstraße ein städtebaulicher Akzent gesetzt, der an die Höhenentwicklung der Gebäude im weiteren Straßenverlauf gut anknüpft. Der MEB wird in seinem gestalterischen Duktus und seiner funktionalen Logik unter der als Glaskubus ausgebildeten Turnhalle weiter durchgezogen. Diese Fortsetzung des MEBs wird als an der Realität orientierte Lösung zur Verknüpfung der verschiedenen Gebäudeteile gewürdigt. Durch die Konzentration der Gebäudenutzung im Süd-Osten können großzügige und geschützte Freiräume zum in seiner Ausrichtung gedrehten Großspielfeld angeboten werden. Die Gebäude und Freiräume sind gut zueinander entwickelt. Ein Baumhain bildet einen Filter zur offenen Sportfläche und differenziert im guten Zusammenklang mit den Gebäuden abwechslungsreiche Freiraumsituationen. Das Parkhaus wird mit Großgehölzen abgeschirmt. Die Haupterschließung ist nachvollziehbar über den als kleine Platzfläche aufgeweiteten Gehweg zur Boyenstraße entwickelt.

Bei der Gestaltung des Gebäudes wird auf der einen Seite der Pragmatismus gewürdigt, mit dem die baulichen Vorlagen des MEBs weiter fortgeführt werden, auf der anderen Seite lässt die Wirkung des Gebäudeensembles die Ausstrahlung einer Grundschule vermissen. Das Innere des Gebäudes entwickelt sich um eine miteinander verknüpfte Aula und Mensa. Die Funktionalität und Abtrennung dieser beiden Bereiche ist nicht optimal gelöst, die Aula wird von der Jury als zu groß, die Mensa als zu klein eingeschätzt. Die Sitztribüne ist überproportioniert. Der schlichte Korridor des MEBs wird in den Neubau hineingezogen, seine monotone Raumwirkung wird dadurch unnötig verlängert.

Die Energieeffizienz wird aufgrund des hohen Glasanteils, hohe Aufheizung im Sommer und Wärmeverlust im Winter, kritisch gesehen. Außerdem ist die Fensterlüftung in Bezug auf Behaglichkeit und Raumqualität ungünstig. Insgesamt eine Arbeit, die sich mit der Aufgabenstellung glaubwürdig auseinandersetzt, aber in der Gebäudegestaltung die Atmosphäre einer Grundschule nicht vollständig trifft.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG

Ansicht
Ansicht