Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten als Generalplaner mit Landschaftsarchitekten und Tragwerksplanern – "Erweiterungsbau Alice Salomon Hochschule Berlin, Berlin Marzahn-Hellersdorf"


Ergebnis: 2. Preis


2. Preis:
13.000,- Euro
  Numrich Albrecht Klumpp, Berlin
Verfasser: Arthur Numrich, Tiemo Klumpp, Grant Kelly
Mitarbeit: Martin Kranich, Peter Dingler

Tragwerksplanung: Pichler Ingenieure GmbH, Berlin

Landschaftsarchitektur: St raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin
Verfasser: Tobias Micke
Mitarbeit: Mathias Werner



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Verfasser schlagen zum Kokoschkaplatz hin einen 6-geschossigen Baukörper vor, welcher die im 1. Bauabschnitt darzustellende Nutzung bereits vollständig nachweist. Das entstehende ruhige Volumen, welches bereits für sich alleine stehend die Platzsituation komplettiert, wird positiv gewertet. Der folgende 2. Bauabschnitt schließt zunächst 1-geschossig die Kante zur Peter-Weiss Gasse. Im 3. Bauabschnitt wird dieser Gebäudeteil abschließend als dann 5-geschossiges Gebäude überbaut. Die vorgeschlagene Bildung der einzelnen Bauabschnitte wirkt zunächst sinnvoll. Eine fortschreitende Realisierung erscheint auch im laufenden Hochschulbetrieb realisierbar. Planungsrechtlich zu klären ist die vom Bebauungsplan abweichende, 6-geschossige Bebauung zum Platz hin, ebenso wie die Überschreitung der Baulinien im Hofbereich.

Das Raumprogramm ist umgesetzt und die Anordnung der Räume erscheint sinnvoll. Der Eingangsbereich zum Platz hin ist richtig und in der Größe angemessen. Die Lage der Mensa, mit Ausrichtung sowohl zur Straße als auch zum Hof, verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität. Schwierig erscheint die Form der Seminarräume, welche für Frontalunterricht ungünstig sein dürfte. Durchweg positiv erscheinen die Erschließungsflächen, die einen guten Kompromiss aus Funktionalität und erweiterter Nutzbarkeit darstellen. Die in Relation zum Außenraum geschickt angeordneten Aufweitungen im Flurbereich versprechen eine hohe Aufenthaltsqualität. Die WCs sind pro Geschoss sinnvoll angeordnet, wenngleich die Anzahl der WCs für Menschen mit Behinderungen erhöht werden müsste. Ein 2. Aufzug erscheint für den zu erwartenden Besucherverkehr unablässig.
Kontrovers diskutiert wird die äußere Erscheinung des Gebäudes. Zwar wirken die vorgeschlagenen Fensterbänder für die Nutzung des Gebäudes durchaus angemessen. Die endgültige Qualität der Fassade ist allerdings stark abhängig vom weiteren Geschick der Planer und bedarf einer sorgfältigen Detaillierung.

Die Kosten liegen im Vergleich zu den anderen Arbeiten im unteren Bereich, wenngleich der vorgegebene Kostenrahmen auch bei dieser Arbeit um ca. 35 % überschritten wird. Die Verfasser weisen für den 1. Bauabschnitt keine Technikbereiche aus. Die vorgeschlagene, pauschale Anordnung der Technikflächen im Dachbereich wird sich nur bedingt umsetzen lassen. Das Verhältnis BRI/NF ist relativ günstig. Die Außenfassaden lassen sich wirtschaftlich realisieren.

Insgesamt stellt die Arbeit einen eher rationalen, jedoch auch gut umsetzbaren Beitrag dar.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG

Ansicht
Ansicht