Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten als Generalplaner mit Landschaftsarchitekten und Tragwerksplanern – "Erweiterungsbau Alice Salomon Hochschule Berlin, Berlin Marzahn-Hellersdorf"


Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
5.000,- Euro
  Glass Kramer Löbbert Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Verfasser: Johan Kramer, Johannes Löbbert
Mitarbeit: Paul Gössler, Giacomo Vaccaa

Tragwerksplanung: Dierks, Babilon und Voigt Ingenieurbüro f. TWP, Berlin
Verfasser: Dr. Hermann Babilon
Mitarbeit: Peter Biens

bbz Landschaftsarchitekten Berlin GmbH, Berlin
Verfasser: Timo Herrmann
Mitarbeit: Nina Thieme



Beurteilung durch das Preisgericht:

Der Entwurf schlägt eine Gebäudekonstellation vor, die sich städtebaulich ruhig und angemessen in den Kontext einfügt. Dabei wird die gerundete Kante des Kokoschkaplatzes durch eine fünfgeschossige Bebauung gefasst und erfährt an der Ecke zur Peter-Weiss-Gasse einen siebengeschossigen Hochpunkt. Die Andeutung des Turms wird durch die subtile Rückstaffelung des obersten Geschosses in der Peter-Weiss-Gasse gestärkt und reagiert behutsam auf die gegenüberliegende Wohnbebauung. Die Einführung eines umlaufenden Arkadengangs betont die Öffentlichkeit der daran angelagerten Räume im Erdgeschoss wie Gastbereich und Mensa und schafft eine identitätsstiftende Setzung und Adressbildung am Ort.
Der Gebäudevorschlag verhält sich konform zum bestehenden B-Plan. Die vorgeschlagenen Bauabschnitte werden als realisierbar eingeschätzt. Grundsätzlich wird die Aufstockung von Gebäudeteilen im laufenden Hochschulbetrieb von der Jury kritisch betrachtet.

Die Durchlässigkeit der Erdgeschosszone schafft eine hohe räumliche Qualität und generiert eine stadträumliche Verbindung zwischen dem Kokoschkaplatz und dem innenliegenden, begrünten Innenhof. Die Grundrisse sind klar strukturiert, weisen qualitativ hochwertige Zuschnitte auf und sind ausgewogen belichtet.

Der Ausdruck der Fassadengestaltung wird von der Jury sehr kontrovers diskutiert. Die entwickelte Sprache zeugt von architektonischer Qualität, ermöglicht jedoch keine klare typologische Einordnung und präsentiert sich selbstreferentiell.

Der Entwurf liegt ca. 53 % über den vorgegebenen Kosten. Das Verhältnis BGF zu NF erscheint unausgewogen. Die vollständige Unterkellerung des ersten Bauabschnitts und die Fassadengestaltung tragen zur Überschreitung der Kosten bei.

Modell © H.-J. Wuthenow
Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG

Ansicht
Ansicht