Städtebau  
 

Nichtoffener freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit Ideenteil
"Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz, Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg / Berlin-Lichtenberg"

Bürgerbeteiligung


Bürgerbeteiligung

Der gesamte Prozess zur Gestaltung der Vorplätze am Bahnhof Ostkreuz wurde unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt werden.

Vorlauf

Schon im Vorfeld des Wettbewerbs wurden Verfahren zur Beteiligung angewendet, um die Wahrnehmungen, Einstellungen und Nutzungspräferenzen der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf die zukünftigen Vorplätze am Ostkreuz zu ermitteln. Bereits 2012 fand ein Workshop für eine breitere Öffentlichkeit zur Gestaltung der Vorplätze und Übergangsbereiche in die Kieze statt. Neben der Mitwirkung am Workshop gab es die Möglichkeit, auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zum Ostkreuz vorhandene Materialien einzusehen und Stellungnahmen abzugeben. Die erste Internetbeteiligungsphase fand im November 2012, die zweite im Dezember 2012/Januar 2013 statt. Die Anregungen aus dem Workshop und der Internetbeteiligung flossen in die Rahmenplanung ein.

Runder Tisch Ostkreuz

Der Runde Tisch Ostkreuz ist ein von der Deutschen Bahn AG in regelmäßigen Abständen organisiertes Forum für Planungsbeteiligte, Interessierte und Betroffene. Der jeweilige Verfahrensstand wird vorgestellt und die vom Vorhaben betroffenen Interessengruppen können Fragen stellen, Anregungen einbringen und gleichberechtigt diskutieren.

Prozess Rahmenplanung

Der von Jahn, Mack und Partner (Architektur und Stadtplanung) und der Forschungs- und Planungsgruppe Stadt und Verkehr (FGS) erarbeitete Rahmenplan war Teil der Vorbereitungen für das Wettbewerbsverfahren und formuliert Ziele für die funktionalen Belegungen sowie die Gestaltung der Vorplätze am Ostkreuz. Er ist das Ergebnis eines vielschichtigen Abstimmungs- und Beteiligungsprozesses, den die Verwaltung, die Vorhabenträger und die Betroffenenvertreter begleitet haben. Diese Abstimmungen wurden ergänzt durch die Beteiligungsformen für die breitere Öffentlichkeit.

Bürgerbeteiligung während des Wettbewerbsverfahrens

Aufgrund des regen Interesses bei der Klärung der Aufgabenstellung wurde auch im Wettbewerb selbst die interessierte Öffentlichkeit mit einbezogen. Vor der Ausgabe des Wettbewerbs wurde die Aufgabenstellung am 4.3.2015 im Jugendclub Skandal vorgestellt und diskutiert. Je ein Vertreter oder eine Vertreterin der vier Bürgerinitiativen waren als Sachverständige im Preisgericht vertreten. Das bedeutet, dass sie an allen Terminen teilgenommen haben und jeweils ihre Interessen vertreten konnten.
Nachdem das Preisgericht aus den 27 eingegangenen Arbeiten eine Auswahl vorgenommen hatten, wurden diese am Abend vor dem abschließenden Preisgerichtstermin in der Thalia-Grundschule vorgestellt. Für jede der zehn Arbeiten wurde jeweils kurz begründet, warum die Arbeit positiv gesehen wurde. Anschließend wurde diskutiert, Lob und Kritik in einem Protokoll festgehalten (siehe Ergebnisprotokoll S. 19 – 25). Bei der abschließenden Entscheidung flossen diese Gesichtspunkte ein.