Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Bewerbergemeinschaft mit Landschaftsarchitekten
"Neubau Clay-Schule, Berlin Neukölln"

Ausschreibung


Anlass und Ziel

Gegenstand des Wettbewerbs war der Neubau eines Schulgebäudes und einer Doppelsporthalle mit insgesamt 5 Hallenteilen für die Clay-Schule auf dem Grundstück Neudecker Weg 14 - 22 in Berlin Neukölln als Ersatzbau für den derzeitigen temporären Standort am Bildhauerweg 9.

Die Clay-Schule entstand 1975 als integrierte Gesamtschule an der Lipschitzallee in der Gropiusstadt. Wegen Asbestbelastung und baulicher Mängel musste dieser Standort 1989 aufgegeben und ein temporärer Ersatzbau am Bildhauerweg bezogen werden. Aufgrund baulicher Mängel und fehlender Sportfreiflächen wurde ein Standort am Neudecker Weg für einen Schulneubau für die musikbetonte Clay-Schule als integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe ausgewiesen. Eine auf diesem Grundstück vorhandene Wirtschaftsbaracke als Teil eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers wurde denkmalpflegerisch dokumentiert und ist vor Baubeginn abgetragen worden.

Der Neubau der Clay-Schule ist eine von drei Pilotschulen, die eine neue Ära von Schulbauten in Berlin einläuten. Hier sollen neben neuen räumlich-didaktischen Konzepten auch neue technologische, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen entwickelt werden. Die drei Neubauvorhaben sind damit wegweisend und vorbildhaft für die Zukunft der Berliner Schullandschaft.

Es ist beabsichtigt, für die drei Schulneubauten die Zertifizierung in der Qualitätsstufe „Silber“ nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB), Modul Unterrichtsgebäude, zu erreichen. Um die Zertifizierung frühzeitig zu gewährleisten, werden die Projekte von Beginn an durch einen vom Bauherrn beauftragten Koordinator für Nachhaltigkeit begleitet.

Der Auslober erwartete städtebaulich und architektonisch anspruchsvolle Entwürfe, die einen zukunftsweisenden Beitrag zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen leisten.

Das für die Clay-Schule zu realisierende Raumprogramm umfasst eine Gesamt-Nutzfläche (NF) von insgesamt ca. 9.400 m² für das Schulgebäude sowie ca. 2.500 m² für die Doppelsporthalle. Dies beinhaltet neben den Allgemeinen Unterrichtsräumen, den Fachunterrichtsräumen und dem Verwaltungsbereich auch einen Ganztagsbereich mit Mensa. Neben den Sporthallen sind rund 12.000 m² Außenflächen mit Sportnutzung neu zu gestalten. Als Teil der Bauaufgabe plant die Clay-Schule in Zusammenarbeit mit dem Museum Neukölln die Einrichtung eines Informations- und Gedenkortes zur Zwangsarbeit in Rudow, der auch öffentlich zugänglich sein soll.

Mit dem Wettbewerb sollte auch ein landschaftsarchitektonisches Konzept gefunden werden, das in Gestaltung und Funktion den vielseitigen Ansprüchen des Schulbetriebs gerecht wird und eine hohe Aufenthaltsqualität im Außenraum sicherstellt.

Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten in Höhe von 39,93 Millionen Euro vorgegeben. Diese Kostenobergrenze ist zwingend einzuhalten. Die Gesamtkosten beinhalten auch Mittel zur Errichtung des Informations- und Gedenkortes zur Zwangsarbeit in Rudow.

Die Fertigstellung ist für 2021 vorgesehen.

Luftbild
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Lageplan
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