Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin Mitte"

Ausschreibung


Anlass und Ziel

Die Bundesrepublik Deutschland begeht 2019 das 100. Gründungsjubiläum des Bauhauses, der wichtigsten Schule für Architektur und Design im 20. Jahrhundert.

Im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums soll das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin die räumlichen Voraussetzungen erhalten, um einen den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts gerechten Museums- und Archivbetrieb zu ermöglichen. Hierfür soll das Bestandsgebäude denkmalgerecht saniert und um einen Neubau erweitert werden.

Das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin besitzt die weltweit umfangreichste Sammlung zur Geschichte des Bauhauses. Mittlerweile ist das von Walter Gropius entworfene und 1979 eröffnete Haus zu klein geworden und wird den gestiegenen Anforderungen an ein Museum mit Archivfunktion nicht mehr gerecht.

Die Besucherzahlen haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, 2014 beliefen sie sich auf 115 000 Besucher.

Zukünftig werden die Funktionen des Bauhaus- Archivs / Museum für Gestaltung, Berlin auf zwei Gebäude verteilt. Während das Bestandsgebäude für das Archiv vorgesehen ist, wird der Erweiterungsbau dem Museum für Gestaltung dienen.

Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude mit einer BGF von ca. 3.900 m² soll unter Wahrung der architektonischen Qualität, des prägenden Erscheinungsbilds und der denkmalwerten Substanz behutsam saniert und energetisch ertüchtigt werden. Die Funktionsanpassungen sind mit Rücksicht auf den hohen architekturgeschichtlichen Wert des Gebäudes zu planen.

Der Erweiterungsbau sollte mit einer BGF von ca. 6.700 m² auf dem westlichen Grundstückteil zwischen Landwehrkanal, Klingelhöferstraße und Von-der-Heydt-Straße platziert werden. Als Museum für Gestaltung sollte der Neubau sämtliche Anforderungen an ein Ausstellungsgebäude des 21. Jahrhunderts erfüllen.

Erwartet wurden Entwürfe, die sich architektonisch mit dem Bestandsgebäude von Walter Gropius auseinandersetzen und es respektieren, aber zugleich eine eigenständige Architektur entwickeln.

Die Planung war unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne innovativer energie- und kosteneffizienter Gebäudekonzepte umzusetzen.

Für die Baumaßnahme sind Bauwerkskosten (Kostengruppe 300 und 400gemäß DIN 276) von ca. 33.600.000 EUR (brutto) vorgesehen, davon ca. 21.600.000 EUR (brutto) für den Erweiterungsbau und ca. 12.000.000 EUR (brutto) für die denkmalgerechte Sanierung des Bestandsgebäudes. Diese Kostenobergrenzen sind zwingend einzuhalten.

Luftbild
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Lageplan
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