Städtebau  
 

Offener, zweiphasiger städtebaulicher Ideenwettbewerb
"Wohnen an der Michelangelostraße, Berlin Pankow - Prenzlauer Berg"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
17.000,- Euro
  Bernd Albers Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Verfasser: Prof. Bernd Albers
Mitarbeiter: Anja Dix, Christopher Richter, Rosaria De Canditiis

Landschaftsarchitektur: Vogt Landschaftsarchitekten AG, Berlin

Verfasser: Günther Vogt

Verkehrsplanung Fuhrmann Consultants GmbH, Berlin

Verfasser: Bodo Fuhrmann



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Arbeit zeichnet sich durch eine klare und einprägsame städtebauliche Figur im Schwarzplan und im Lageplan 1:000 aus. Diese Klarheit erkauft sich der Verfasser mit dem Verzicht auf Planungen außerhalb der prägnanten Figur.

Die neue städtebauliche Körnung der drei großen Hausblöcke vermittelt angemessen zwischen der Zeilen- und der Plattenbebauung. Eine Verbindung zwischen den Stadtteilen ist über die Vernetzung des Straßenraums gegeben.

Die öffentlichen und privaten Freiräume sind hierarchisch gegliedert. Der große Parkplatz als Auftakt an der Kreuzung Greifswalder Straße / Ostseestraße wird als falsch und nicht angemessen bewertet. Die privaten Grünräume sind klar vom öffentlichen Raum getrennt und gut nutzbar. Die halböffentlichen Räume werden qualifiziert.

Die robuste Blockstruktur lässt eine variable Nutzung zu, auch wenn dies im Detail nicht dargestellt ist. Eine Wohnnutzung ist nachgewiesen gut möglich.

Die Schule und die Sporthalle liegen funktional und stadträumlich richtig und fassen den Sportplatz nach Norden.

Die Erschließung der Blöcke ist ausreichend sichergestellt. Die Teilung der Michelangelostraße in zwei Einrichtungsfahrbahnen wird als sehr kritisch gesehen. Eine alternative Straßenführung wird empfohlen.

Insbesondere die West-Ost-Richtung ist sehr umständlich und verbessert die verkehrliche Situation nach Auffassung des Preisgerichts nicht. Der Wunsch, die neuen Straßen als Alleen auszubilden, wird honoriert.

Den Nachweis der Stellplätze erkaufen sich die Verfassenden mit großen Parkplatzanlagen an stadträumlich prominenten Lagen.

Der Entwurf ist gut in Abschnitten realisierbar, auch von unterschiedlichen Bauherren und Architekten.

Die BGF ist im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsbeiträgen und in Bezug auf die Möglichkeiten, die der Standort bietet, deutlich nicht ausgeschöpft.

Die Arbeit ist nur mit umfangreichen Arbeiten im Leitungsnetz realisierbar.

Modellfoto © H. - J. Wuthenow
Modellfoto © H. - J. Wuthenow

Perspektive
Perspektive

Lageplan 1:1000
Lageplan 1:1000

Lageplan 1:500
Lageplan 1:500