Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Neubau des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums"

Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
5.000,- Euro
  ARGE R.B.Z. / AG Zimmermann + AB Raum und Bau, Dresden
Verfasser: Mag. Arch. Norbert Zimmermann
Mitarbeit: M. A. Diana Federwisch / M. A. Marcel Timmroth

Landschaftsarchitektur: UKL (Ulrich Krüger Landschaftsarchitekt), Dresden
Verfasser: Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt Ulrich Krüger
Mitarbeit: Dipl. Ing. Verena Pfeil / Dipl. Ing. cand. Jennifer Krauspe

Planung Energieeffizienz: ARGE R.B.Z. / AG Zimmermann + AB Raum und Bau, Dresden
Verfasser: Dipl. Ing. Ralph Hengst

Sonderfachleute / Berater:
Fachbereich TGA: Gesa mbH, Dresden / Dipl.-Ing. R. Gläser / Dipl.-Ing. S. Klenner


Beurteilung durch das Preisgericht:

Die relativ kompakte streng orthogonale Arbeit nimmt die Geometrie der vorhandenen städtebaulichen Strukturen auf. Sie ist an die westliche Grenze des Wettbewerbsgebietes platziert und wird extern von Süden über einen vorgelagerten Platz, schulintern von Norden erschlossen. Es entsteht eine „Magistrale“ in Nord-Süd Richtung im Innern des Gebäudes. Es wird eine interessante Stufenanlage geschaffen, die sich in Nord-Süd Richtung durch Landschaft und Gebäude erstreckt. So wird die für den Mehrzweckraum notwendige Raumhöhe geschaffen, ohne den anderen Funktionsbereichen wie, Verwaltungs- und Lehrerräumen, eine unnötige Raumhöhe zu geben. Der Mehrzweckraum ist mit dem Raum für Darstellendes Spiel zusammenschaltbar. Sicherlich sollten hier die Sichtlinien zur Bühne, wenn die Räume kombiniert sind, überprüft werden.

Auch muss die Praktikabilität der Sitztreppen im Inneren für Veranstaltungen überdacht werden. Der Mehrzweckraum ist so abtrennbar, dass erextern genutzt werden kann.

Da er jedoch ein zentrales Element der Eingangshalle scheint, könnten im Betrieb Einschränkungen bei nichtschulischen aber auch schulischen Nutzungen auftreten. Hier gibt es Handlungsbedarf.

Die Erschließung der Obergeschosse erfolgt über eine Treppenanlage in zentraler Lage.

Die geforderten Cluster sind gut und übersichtlich angeordnet, sie scheinen das geeignete Lehrangebot zu fördern.

Die Verteilung der Oberstufenklassen sollte nochmals überprüft werden, sie scheinen nicht so wie gefordert im Block ausgerichtet zu sein.

Die Räume sind gut für eine natürliche Belichtung und Belüftung proportioniert, auch scheint die geforderte Nutzungsflexibilität gut erfüllt. Die großzügig verglasten Fassaden sind durch gestaltete Blechelemente gegliedert. Ein außenliegender textiler Sonnenschutz soll Überhitzung und Blendung vorbeugen. Sicherlich könnte man sich hier unter Berücksichtigung der natürlichen Belüftung und einer Tageslichtoptimierung andere technische Lösung vorstellen.

Die Fassadenfläche scheint teils transparent teils opak. Vor allem im EG ist die großzügig gegliederte Fassade teilweise geschlossen. Im Gesamten eine gelungene Arbeit mit Verbesserungspotenzial.

Der Entwurf nutzt den leichten Höhenunterschied auf dem Gelände äußerst wirkungsvoll zur Formulierung eines Schul-Innen-Gefühls, ohne sich gegen das Außen abzuschließen.
Besonders positiv ist die Fortsetzung der Außenraumtreppen im Innenraum als Tribüne hervorzuheben.
Die lineare Gesamtstruktur der Freianlagen kann die notwendig diversen Funktionsbereiche mit einfacher Geste in ein kontinuierliches Ganzes (‚unsere Schule‘) aufnehmen.

Der Entwurf besticht durch seine Kompaktheit, gleichwohl die großen Raumhöhen das zu beheizende Volumen steigern. Während die Klassenräume gut tageslichtversorgt sind, existieren offensichtliche Defizite im Kern (Kompaktheit). Das differenzierte Fassadenkonzept ist in seinen wärmetechnischen Eigenschaften noch zu verbessern. Der Sonnenschutz in den Lichthöfen bleibt unklar; die Eignung für die Nachtauskühlung ist zu hinterfragen. Die Nachströmung über die Fassade ist gestalterisch überzeugend. Grundsätzlich besteht Überarbeitungsbedarf in der Interaktion von Brandabschnitten und Lüftungskonzept. Solarpotentiale der Dachflächen sind vorhanden.

Perspektive
Perspektive

Modell
Modell

Lageplan
Lageplan

Grundriss
Grundriss

Ansicht
Ansicht

Schnitt
Schnitt