Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Bewerbergemeinschaft mit Landschaftsarchitekten und Fachplanern für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen
"Neubau der Gustav-Heinemann-Schule, Berlin Tempelhof-Schöneberg"

Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
43.000,- Euro
  kleyer.koblitz.letzel.freivogel.architekten, Berlin

Verfasser: Timm Kleyer, Alexander Koblitz

Mitarbeiter: Matthias Gall, Stefan Schreck, Vincent Ghozlan

Landschaftsarchitektur: sinai Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin

Verfasser: AW Faust
Mitarbeit: Lene Zingenberg, Maja van der Laan

Energieeffizientes/nachhaltiges Bauen: Augustat & Partner, Berlin
Verfasser: Marco Augustat

Tragwerksplanung: EiSat | Eisenloffel.Sattler + Partner mit Gesellschaft Beratender Ingenieure, Berlin



Beurteilung durch das Preisgericht:

Konsequent positioniert sich der kompakte, viergeschossige Baukörper am nördlichen Grundstücksrand und bildet einen gut bemessenen und orientierten Eingangshof. Gleichzeitig ermöglicht diese Setzung einen großzügigen, zusammenhängenden Freibereich, der rund um eine feste Mitte differenziert gestaltet ist.

Die Fügung zweier gegeneinander versetzter Kuben um ein Atrium und an einem Hof erzeugt ein leistungsfähiges Schulhaus. Es entsteht eine klare Wegeführung, die eine einfache und sinnige Orientierung in allen Bereichen ermöglicht. Über die als zusätzliche Aula ausgebildete Foyerhalle erhält das Haus eine sehr gut dimensionierte, lebendige Mitte. Die Zuordnung der Unterrichtsräume zu Jahrgangsclustern gelingt problemlos. Außenraumbezüge werden differenziert im EG und über Musiksaal und Bibliothek im OG angeboten.

Als gut gegliederter Massivbau setzt der Entwurf auf eine haptisch ansprechende und dauerhafte Materialisierung; Massivholz für die öffentlichen Bereiche im Inneren kontrastiert harmonisch mit den warm-grauen Ziegel­fassaden.

Die Proportionierung einiger Klassenräume erscheint ungünstig, weil zur Fassade zu tief. Die Belichtung der Unterrichtsräume ist bis auf zwei Werkräume im EG gut. Die Oberlichtverglasung zu den oberhalb angrenzenden Fassadenöffnungen verursacht einen erhöhten Aufwand im baulichen Brandschutz.

Insgesamt stellt die Arbeit eine qualitäts­ und maßvolle Antwort auf die Aufgabe „nachhaltige Schule“ dar und kann insbesondere durch ihre konsequente und durchdachte architektonische Umsetzung der Aufgabe überzeugen.

Das Energiekonzept scheint plausibel. Hinsichtlich der Wärmeübergabe in den Räumen wäre eine Alternative zur vorgeschlagenen Bauteilaktivie rung zu prüfen.

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Ansicht West
Ansicht West

Grundriss EG
Grundriss EG

Innenperspektive
Innenperspektive