Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Bewerbergemeinschaft mit Landschaftsarchitekten und Fachplanern für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen
"Neubau der Gustav-Heinemann-Schule, Berlin Tempelhof-Schöneberg"

Ausschreibung


Anlass und Ziel

Gegenstand des Wettbewerbes war der Neubau eines Schulgebäudes für die Gustav-Heinemann-Schule am Standort Tirschenreuther Ring 48, 12279 Berlin Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Marienfelde.

Die Gustav-Heinemann-Schule wurde 1974 gegründet. Wegen Spritzasbestbelastung wurde der Standort am Tirschenreuther Ring 1988 geschlossen und anschließend das Schulgebäude abgerissen. Lediglich die Schulsporthalle blieb erhalten.

Der Neubau der Gustav-Heinemann-Schule ist eine von drei Pilotschulen, die eine neue Ära von Schulbauten in Berlin einläuten. Hier sollen neben neuen räumlich-didaktischen Konzepten auch neue technologische, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen entwickelt werden. Die drei Neubauvorhaben sind damit wegweisend und vorbildhaft für die Zukunft der Berliner Schullandschaft.

Es ist beabsichtigt, für die drei Schulneubauten die Zertifizierung in der Qualitätsstufe „Silber“ nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB), Modul Unterrichtsgebäude, zu erreichen. Um die Zertifizierung frühzeitig zu gewährleisten, werden die Projekte von Beginn an durch einen vom Bauherrn beauftragten Koordinator für Nachhaltigkeit begleitet.

Der Auslober erwartete von den Wettbewerbsteilnehmern städtebaulich und gestalterisch anspruchsvolle Entwürfe, die einen zukunftweisenden Beitrag zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen leisten.

Das Raumprogramm des Schulneubaus als 6-zügige, integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe für 1165 Schüler umfasst eine Gesamt-Nutzfläche (NF) von insgesamt 8.200 qm. Dies beinhaltet neben Allgemeinen Unterrichtsräumen und dem Verwaltungsbereich insbesondere naturwissenschaftliche Fachräume sowie Räume für Proben und Veranstaltungen und eine Cafeteria auf dem ca. 19.600 qm großen Wettbewerbsgrundstück.

Mit dem Wettbewerb sollte auch ein landschaftsarchitektonisches Konzept gefunden werden, das in Gestaltung und Funktion den vielseitigen Ansprüchen des Schulbetriebs gerecht wird und eine hohe Aufenthaltsqualität im Außenraum sicherstellt.

Für die Baumaßnahme ist ein Gesamtkostenrahmen von maximal 26.000.000,– Euro (brutto) einschließlich Unvorhergesehenes (UV) vorgesehen. Diese Kostenobergrenze ist zwingend einzuhalten. Es ist geplant, die Baumaßnahme bis Ende 2019 zu realisieren, sofern die finanziellen Voraussetzungen vorliegen.

Luftbild
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Lageplan
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