Städtebau  
 

Nichtoffener kooperativer freiraumplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb
"Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee, Berlin Charlottenburg"

Ausschreibung


Anlass und Ziel

Ziel des Wettbewerbsverfahrens "Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee" war die Neugestaltung und Aufwertung der ehemaligen Kurfürstenallee (Verlängerung Hertzallee) auf dem gemeinsamen Campus Charlottenburg der Technischen Universität (TU) und der Universität der Künste Berlin (UdK) zwischen Fasanenstraße und Ernst-Reuter-Platz. Die Aufwertungsabsicht wurde in verschiedenen politischen Beschlüssen begründet.

Ziel der im Jahr 2009 vom Berliner Senat beschlossenen Leitlinien "City-West" ist, den Campus der Technischen Universität und der Universität der Künste weiter als Wissenschaftsstandort zu entwickeln. Beide Hochschulen stellen bedeutende Orte der Wissenschaft und der Kunst sowie einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die westliche Innenstadt Berlins dar. Der Masterplan für den Campus der Universitäten in der City West (UCCW) aus dem Jahr 2009 wurde erarbeitet, um diesen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort zu unterstützen. Eine Zielsetzung aus dem Masterplan ist die Aufwertung der öffentlichen Räume innerhalb des Geländes und an den Rändern bzw. die Vernetzung dieser Räume mit den umliegenden Stadträumen.

Anfang 2014 wurde der durch das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf gestellte Antrag auf öffentliche Förderung des Vorhabens im Rahmen des Förderprogramms "Aktive Zentren" bestätigt und mit den Vorbereitungen des Wettbewerbs begonnen. Die Neugestaltung des Eingangsbereichs soll der erste Bauabschnitt einer übergreifenden Planung für die ehemalige Kurfürstenallee im Bereich des Stammgeländes der Technischen Universität sein, die sich von der Fasanenstraße bis zum Gebäude für Bergbau und Hüttenwesen am Ernst-Reuter-Platz erstreckt. Neben der Aufwertung des Eingangsbereichs ist ein weiteres Ziel der Neugestaltung die Verbesserung des Übergangs zwischen dem Stammgelände und der neuen Volkswagen Universitätsbibliothek von TU und UdK sowie die Klärung räumlicher Bezüge zwischen der Hertzallee und dem Innenbereich des Stammgeländes. Die historische Verbindung mit Zugangssituation, Wegeführung, Bepflanzung und Raumbildung des Außenbereichs soll wieder erlebbar werden. Der öffentliche Raum soll für die verschiedenen Nutzerund Besuchergruppen attraktiv verwendbar gemacht werden.

Das Verfahren strebt die Erarbeitung eines freiräumlichen Konzeptes an, das dazu beitragen soll, dass die ehemalige Kurfürstenallee (Verlängerung der Hertzallee) eine bessere Aufenthaltsqualität erhält. Zudem soll durch die Aufwertung des Wegesystems der Ernst-Reuter-Platz besser an die Hertzallee bzw. die Fasanenstraße angebunden werden. Es sollen freiraumplanerische Optionen für eine engere Verflechtung des Campus Charlottenburg mit der Stadt entwickelt werden. Zusätzlich soll de öffentliche Raum des Campus Charlottenburg aufgewertet werden. Das Campus-Entrée an der Hertzallee/ Fasanenstraße soll darüberhinaus mit einem "Schaufenster der Wissenschaften und Künste" auf den Standort aufmerksam machen und auf Aktivitäten und Veranstaltungen verweisen.

Luftbild
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Lageplan
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