Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Neubau des Berliner Instituts für Medizinische Systembiologie (BIMSB)"

Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
34.000,- Euro
  Staab Architekten GmbH, Berlin

Verfasser: Volker Staab

Mitarbeiter: Petra Wäldle, Sarah Ruoss, Annette Leber, Ivan Kaleov, Roberto Zitelli, Carina Kinzel, Georg Hana

Sonderfachleute / Berater

Haustechnik: Winkels Behrens Pospisch
Ingenieure für Haustechnik GmbH
Münster

Mitarbeiter: Andreas Winkels, Andreas Fabian

Laborplanung: dr. heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH
Karlsfeld b. München

Mitarbeiter: Hermann Zeltner

Brandschutz: IBB Ingenieurbüro
Bautechnischer Brandschutz
Leipzig

Mitarbeiter: Marco Schmöller, Dipl.-Ing.

Tragwerksplanung: EiSat GmbH
Tragwerksplaner
Berlin

Mitarbeiter: Achim Sattler

Landschaftsplanung: Levin Monsigny
Landschaftsarchitekten GmbH Berlin

Mitarbeiter: Nicolai Levin


Beurteilung durch das Preisgericht:

Das Gebäude, bestehend aus zwei Volumina mit unterschiedlicher Höhenentwicklung, wird L-förmig platziert und schafft einen adäquaten Vorplatz, der Mitarbeiter und Besucher empfängt. Dank dieser Baukörperanordnung fügt sich das Institut in die komplexe und differenzierte Umgebung ein.

Der niedrigere, dreigeschossige Riegel nimmt Rücksicht auf den Kontext, insbesondere auf die 3-geschossige Kita und die Forschungssporthalle. Der Nutzer fürchtet, dass durch die Artikulierung in einen hohen und einen niedrigen Baukörper die Kommunikation zwischen den Bereichen erschwert wird.

Ein Rücksprung im Erdgeschoss markiert die Eingangssituation, die aber nicht konsequent ihre Fortsetzung in dem zentralen Foyerbereich findet. Eine großzügige Vertikalerschließung verbindet die beiden Volumina. Konsequent werden der Haupterschließung die Besprechungs- und Kommunikationsräume mit Loggien und Teeküchen zugeordnet. Die gewählte Typologie für die Forschungs- und Büroräume erlaubt eine große Flexibilität für die zukünftigen Nutzung.

Ein wichtiger Charakter des Gebäudes sind die fassadenseitigen Erschließungsflure nach Norden und Osten, die das innere Institutsleben nach außen abbilden.

Im 3. OG befindet sich die Cafeteria und nutzt die Möglichkeit für eine großzügige Dachterrasse.

Die zur Belichtung des UG notwendigen Lichthöfe sind insbesondere zur Eingangsseite problematisch platziert.

Zur Einhaltung der Rettungsweglänge muss die zentrale Erschließung als notwendiges Treppenhaus ausgebildet werden.

Die Fassadenausbildung reagiert auf die unterschiedlichen Anforderungen der Büro- und Erschließungszonen. Die Fassade erhält mit der Materialwahl und Detailierung ein transparentes und präzises Erscheinungsbild und trägt somit zur Identitätsbildung des BIMSB auf dem Campus bei.

Die Technikflächen sind nicht ausreichend dimensioniert. Die separate Unterbringung der Technikflächen im Dachgeschoss und Untergeschoss ist angemessen, auch wenn die Geschosshöhe im Dachgeschoss zu niedrig bemessen ist.

Perspektive
Perspektive

Modell
Modell

Lageplan
Lageplan

Grundriss
Grundriss
Innenperspektive des zentralen Erschließungsraums mit Blick in das Foyer
Innenperspektive des zentralen Erschließungsraums mit Blick in das Foyer

Aussenperspektive von der Kita Friedrichstraße nach Norden
Aussenperspektive von der Kita Friedrichstraße nach Norden