Städtebau  
 

Gutachterverfahren
"Freiraumgestaltung Vorplatz Urania"

Zur Realisierung vorgeschlagener Entwurf


A 24 Landschaft, Berlin



Beurteilung durch das Obergutachtergremium:

Der Entwurf zeichnet sich besonders durch seine Offenheit und eine großzügige, klare Formensprache aus. Hochwertige und ausgewählte Materialien verleihen dem Platz zusätzlich einen edlen Charakter. Besonders hebt das Gutachtergremium die gelungene Herleitung und den Ortsbezug der Platzgestaltung hervor. Durch die Freistellung der Skulptur Arc de 124,5°, die in den Boden des Vorplatzes eingelassenen, geschwungenen Messingbänder und die Transformation von Farben und Materialien aus dem Foyer auf den Vorplatz wird eine Einheit zwischen dem Gebäude und dem angrenzenden Stadtraum erreicht. Insgesamt bildet die Platzgestaltung einen angemessenen Auftritt für die Institution Urania.

Kritisch diskutiert das Auswahlgremium vor allem die bauliche Umsetzbarkeit der Entwurfsidee. Insbesondere die Realisierung der schwarzen Asphaltfläche in einem Guss und der Einbau der Messingbänder sowie die Widerherstellung des Gesamteindrucks nach Reparaturarbeiten in der Fläche werden als schwierig beurteilt. Bei einer Realisierung wäre zudem auf eine optimale Gefälleentwicklung der einzelnen Asphaltflächen zur Gewährleistung der Flächenentwässerung zu achten. Die Integration der Bushaltestellen in die neue Platzfläche schwächt den Entwurf. Eine Veränderung der Position scheint jedoch unproblematisch.

Insgesamt werden auf Grund der Hochwertigkeit der verwendeten Materialien hohe Herstellungskosten erwartet. Die Unterhaltungskosten für den Bodenbelag sind nur schwer abschätzbar, für die Ausstattungselemente werden sie als gering beurteilt.

Die Arbeit wird im Anschluss an die erste Diskussionsrunde mit einem Stimmverhältnis von 4:1 in die zweite Runde gewählt. Nach der zweiten Diskussionsrunde wird sie mit einem Stimmverhältnis von 4:1 auf den ersten Rang gesetzt.
Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Schnitt
Schnitt