Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz"

Ausschreibung


Anlass und Ziel

Im historischen Zentrum Berlins, auf der Spreeinsel, soll im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung der historische Petriplatz wieder hergestellt werden. Bei den im Zusammenhang mit der Baufeldfreimachung von 2007 bis 2009 durchgeführten archäologischen Grabungen sind die Fundamente der mittelalterlichen Lateinschule und der mittelalterlichen, barocken und neogotischen Petrikirche freigelegt worden.

Die Wettbewerbsaufgabe umfasst die Planung des Archäologischen Besucherzentrums mit einer Nutzfläche von ca. 2640 qm am Standort der ehemaligen Lateinschule und eines Ossariums als Außenmagazin am Fundort der Gebeine sowie die Gestaltung der Freiflächen, die die archäologischen Befunde berücksichtigt. Im räumlichen Zusammenhang mit dem Ossarium sollen die Kirchenfundamente im Chorbereich der Strackschen Petrikirche und die angrenzenden Befunde sichtbar gemacht werden.

Im Vorfeld dieses Verfahrens ist der Wettbewerb „Bet- und Lehrhaus auf dem Petriplatz Berlin“ für die Errichtung eines Sakralbaus auf den Fundamenten der Strackschen Kirche ausgeschrieben worden. Die Umsetzung des Projektes ist zeitlich noch nicht abgesichert. Aus diesem Grund soll in diesem Verfahren so geplant werden, dass der Entwurf des Petriplatzes als Freiraum temporär allein Bestand hat, aber auch den späteren Bau des Sakralbaus berücksichtigt.

Das inhaltliche Konzept des Archäologischen Besucherzentrums sieht, neben der Präsentation der Grundmauern der Lateinschule sowie der Ausstellung von sonstigen Grabungsfunden, vor auch die Arbeitsmethoden archäologischer Tätigkeiten zu präsentieren. Die Magazine des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin bewahren eine der umfangreichsten Sammlungen Europas. In den Werkstätten werden auch die Objekte aus der Schausammlung aus dem Neuen Museum restauriert.

Von den Teilnehmern werden gestalterisch und funktional anspruchsvolle Entwürfe erwartet, die sich überzeugend in das heterogene städtebauliche Umfeld eingliedern und eine hohe Nutzungsqualität aufweisen.

Für das Besucherzentrum sind Gesamtbaukosten in Höhe von ca. 15,5 Mio. Euro vorgesehen.

Die Baudurchführung ist ab 2014 geplant.

Luftbild
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Lageplan
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