Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Neubau Oberstufenzentrum Chemie, Physik, Biologie"

Ergebnis: 2. Preis


2. Preis:
36.000,- Euro
  Staab Architekten GmbH, Berlin

Verfasser: Volker Staab
Mitarbeiter: Petra Wäldle, Diana Saric, Annette Leber, Veit Eckelt, Elena Ehrl
Landschaftsarchitekt: Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (Luc Monsigny, Tristan Hoppe)
TGA/ Energiekonzept: WINTER Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik GmbH, Berlin (Herr Kornfeld, Frau Hommel)
Laborplanung: LCI Labor Concept Ingenieurgesellschaft mbH, Lüneburg (Marco Pleuss)
Brandschutz: IBB Ingenieurbüro Prof. Dr. Ing. Gert Beilicke GbR, Leipzig (M. Schmöller)


Beurteilung durch das Preisgericht:

Durch die beiden präzise zueinander gesetzten flachen Baukörper wird ein gut proportionierter Vorplatz gebildet. Die Eingänge liegen folgerichtig an diesem gut nutzbaren Platz. Von der Lipschitzallee her kommend wird der Blick zum Eingang der Schule zunächst durch die Sporthalle verdeckt. Auch die anderen Freiflächen mit Sportanlagen im Norden und ein Biotop im Osten sind richtig situiert und präzise herausgearbeitet.

Der lediglich 3-geschossige Schulbau öffnet sich über Cafeteria und Bibliothek sehr schön zum Vorplatz. Die nahezu quadratische Bau wird durch drei Innenhöfe gut strukturiert. Die zentrale Halle wie auch zum Teil die Flure profitieren vom Bezug zu den Höfen.

Trotz des flächigen Grundrisses ist die innere Erschließung nicht labyrinthisch, der Ringflur ist allerdings in Teilbereichen zu eng und bietet hier nicht die notwendige Aufenthaltsqualität vor den Fachklassen. Die Haupttreppe liegt gut auffindbar mitten im Haus und trägt zu einer klaren Orientierung bei, die zweideutige Weiterführung ins obere Geschoss erscheint dabei nicht notwendig.

Die Nutzungsverteilung, Raumgrößen, Raumzuordnung und Raumhöhen entsprechen den Vorgaben und sind sorgfältig ausgearbeitet. Kritisch angemerkt wird die Über-Eck-Anordnung einiger Unterrichtsräume mit Orientierung in die Höfe. Barrierefreiheit, Fluchtwege und technische Versorgungsschächte entsprechen weitgehend den Vorgaben.

Die Sporthalle ist auf einfache Weise separat erschlossen und kompakt entwickelt auf Kosten eines doppelten Ebenenwechsels der Sporttreibenden.

Insgesamt ist der Entwurf sorgfältig und ambitioniert durchgearbeitet. Dies betrifft im Besonderen auch die strenge aber sehr klare Fassadenausbildung, die in Bezug auf die Bauaufgabe zunächst ungewohnt erscheint. Die Anmutung der Fassade ist zwar elegant, es ist jedoch diskutabel, ob sie an diesem Ort angemessen ist. Der Kontrast zwischen der dunklen monorhythmischen Außenhaut und dem glatten weißen Innenleben erscheint reizvoll.

Bezüglich der Flächen- und Kostenwerte liegt der Entwurf im Rahmen.
Modellfoto
Modellfoto

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG

Ansicht von Süden
Ansicht von Süden

Schnitt
Schnitt
 


 
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