Städtebau  
 

Kooperativer städtebaulicher Ideenwettbewerb
"Erweiterung des Universitätscampus City West"

Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
11.100,- Euro
  yellow z urbanism architecture, Zürich / Berlin
Verfasser: Oliver Bormann, Prof. Michael Koch
Mitarbeiter: Mario Abel, Simone Risse, Mike Emmerik
mit
Becker Giseke Mohren Richard, Landschaftsarchitekten, Berlin
Verfasser: Dr. Carlo W. Becker
Mitarbeiter: Dirk Christiansen, Antje Herrmann, Martin Stokman


Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Leitidee "Campus ist Stadt" basiert auf dem Gedanken, - in Ergänzung zu den Teilbereichen des Campus Charlottenburg - ein vernetztes Quartier zu schaffen, in dem sich Stadt und Universität durchdringen. Die Vernetzung wird im Wesentlichen über zentrale öffentliche Räume in Nord-Süd-Richtung hergestellt, die durch Querverbindungen in Ost-West-Richtung sinnvoll ergänzt werden. Beide zentrale Achsen haben ihre Begründung sowohl hinsichtlich der Verbindungsqualität wie auch in der Blickbeziehung zum prägenden Umfeld. Ihre Ausprägung mit Versprüngen und Aufweitungen erscheint jedoch im Hinblick auf einen robusten Strukturplan noch nicht hinreichend nachvollziehbar.

Die Positionierung und Dimensionierung der Baukörper an der Fasanenstraße entspricht der städtebaulichen Logik des Ortes und markiert in überzeugender Form die Entréesituation. Der nördliche bauliche Abschluss zum Landwehrkanal wird mit der verspringenden Bauflucht sowohl dem Bezug zum Kanal als auch den mittelfristig erhaltenen Bestandsgebäuden gerecht. Die öffentlichen Räume sind angenehm proportioniert, in ihrer formalen Gestaltung wirken sie jedoch überzogen. Die einheitliche Gestaltung der Räume unabhängig von ihrer Erschließungs- und Aufenthaltsfunktion erscheint fragwürdig und überzeichnet.

Die Busendhaltestelle ist richtig positioniert und wird durch die Eckbebauung angemessen eingefasst. Die einzelnen Baumodule leisten mit ihrer Dimensionierung und dem möglichen Teilungsraster eine tragfähige Grundstruktur für die neuen Nutzungen. Die Erdgeschoss-Zonen können mit ihren öffentlichen Nutzungen belebend für die angrenzenden Stadträume wirken.

Einzelne Unterschreitungen von Abstandsflächen erscheinen beherrschbar. Beide ausgearbeiteten Varianten funktionieren in räumlicher Hinsicht. Die angebotenen Realisierungsphasen bauen sinnvoll aufeinander auf und gewährleisten in ihrer zeitlichen Abfolge die mittelfristige Einbindung der denkmalgeschützten Gebäude. Die einzelnen Bauphasen führen zu Zwischenzuständen, welche jeweils die gewünschte räumliche Qualität schaffen.

Insgesamt stellt der Entwurf einen überzeugenden Beitrag dar, der den Restriktionen des Ortes und der Aufgabenstellung in besonderer Weise gerecht wird.
Einbindung, Öffentlichkeit, Raumgerüst, Bauprinzipien
Einbindung, Öffentlichkeit, Raumgerüst, Bauprinzipien

Variante 1: Lageplan, Schnitt
Variante 1:
Lageplan, Schnitt

Variante 2: Lageplan, Schnitt
Variante 2:
Lageplan, Schnitt

Perspektiven
Perspektiven