Städtebau  
 

Kooperativer städtebaulicher Ideenwettbewerb
"Erweiterung des Universitätscampus City West"

Ausschreibung


Anlass und Ziel
Eine der im Jahr 2009 vom Berliner Senat beschlossenen Leitlinien ist, das Wissenszentrum der Technischen Universität und der Universität der Künste in die City West zu integrieren. Beide Hochschulen stellen bedeutende Orte der Wissenschaft und der Kunst sowie einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die westliche Innenstadt Berlins dar. Der Masterplan für den Campus der Universitäten in der City West (UCCW) wurde erarbeitet, um diesen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort zu unterstützen.

Das so genannte Ostgelände der Technischen Universität stellt das bedeutendste für eine Erweiterung des Universitätscampus City West zur Verfügung stehende Areal dar. Seine Lage in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl zum historischen Stammgelände der Universitäten als auch zum Zentrum der City West um den Bahnhof Zoologischer Garten ergibt eine hervorragende Eignung für die Weiterentwicklung der Universitäten sowie von ergänzenden hochschulaffinen Nutzungen. Die Geschichte und die Tradition beider Universitäten stellen ein weiteres Potenzial dar, an das anzuknüpfen ist.

Aufgabe des Wettbewerbs ist es, den Masterplan für das Gelände zwischen Fasanenstraße, Müller-Breslau-Straße, Bahnviadukt und Hertzallee zu vertiefen und eine konkrete städtebauliche Struktur zu entwickeln. Es sind Konzepte zu erarbeiten, die einerseits die Hochschulen mit universitätseigenen Nutzungen sowie mit campusnahen Mantelnutzungen (Gründerzentrum, Studentenwohnen usw.) erweitern und andererseits eine Verknüpfung mit Wirtschaftsansiedlungen ermöglichen. Die Erschließung und die Freiraumbezüge innerhalb des Campusgeländes wie auch die landschaftsplanerische Anbindung zum Großen Tiergarten sind zu thematisieren.

Eine zentrale Aufgabe des Wettbewerbs besteht in der städtebaulichen Weiterentwicklung der Technischen Universität im Bereich der eigenen zur Verfügung stehenden Flächen des Ostgeländes. Eine Reihe von aktuell benötigten Hochschulnutzungen sind hier mit größtmöglicher Integration des denkmalgeschützten Bestands in einem schlüssigen Konzept unterzubringen. Gesucht wird eine schrittweise, modular umzusetzende Konzeption, die eine kurz- bis mittelfristige Realisierung der am dringendsten benötigten Institutsbauten im Rahmen eines erst langfristig zu vervollständigenden Gesamtkonzepts ermöglicht.

Im Rahmen der Wettbewerbsbearbeitung ist für das Gesamtgebiet ein städtebauliches Konzept in zwei Varianten zu entwickeln, die sich vor allem hinsichtlich des geplanten Aussichtsrads und der betroffenen Flächen unterscheiden.

Luftbild des Wettbewerbsgebietes
Luftbild des Wettbewerbsgebietes

Lageplan des Wettbewerbsgebietes
Lageplan des Wettbewerbsgebietes