Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Neubau einer kongresstauglichen Messehalle"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
20.000,- Euro
  JSWD Architekten GmbH & Co. KG, Köln mit
Atelier d´árchitecture Chaix & Morel et Associés, Paris

Verfasser: Frederik Jaspert, Walter Grasmug
Bevollmächtigter Vertreter: Olaf Drehsen
Mitarbeiter: Christian Mammel (Projektleiter), Maximilian Wetzig, Til Jäger, Henriette Kosel, Pascal Martis, Tobias Lehre, Alexander Golinski
Tragwerksplanung: Prof. Pfeifer und Partner, Darmstadt (Prof. Matthias Pfeifer, Ralf Wittenbecher)
TGA: PGH Planungsgemeinschaft Haustechnik, Dormagen (Klaus Huke)
Verkehrsplanung: BSV - Büro für Stadt-und Verkehrsplanung, Aachen (C. Springsfeld)


Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Verfasser treffen die eindeutige Entscheidung den Neubau der Messehalle zur Aufwertung und Stärkung des vorhandenen Zugangs am Messeplatz Süd zu situieren.

Die runde Solitärform bricht die orthogonale Struktur der Messebauten und schafft damit räumliche Bezüge, die schwierig sind.

Positiv zu bewerten ist die Aufgabe der pathetischen Treppenanlagen und die Entwicklung einer ebenen Platzfläche, an der sich die Eingänge zur neuen Messehalle und der Messehalle Süd befinden. Dadurch entsteht eine Platzsituation mit menschlichem Maßstab. Ein Nebeneingang liegt am Messedamm. Diese zweiseitige Erschließung ermöglicht die gewünschte parallele Nutzung der beiden Hallen.

Das Foyer erstreckt sich über die volle Höhe des Volumens und wird durch Galerien mit gastronomischem Angebot belebt. Die Nebenraumzonen, Erschließung und Anlieferung sind richtig angeordnet. Die Anbindung an die Halle 7 und Halle 2.2 ist nicht ausreichend nachgewiesen.

Die Hallen sind der Kreisform einbeschrieben, Kongress und Bürozonen sind um die obere Ausstellungshalle herum organisiert und werden über Atrien belichtet. Es entstehen zusätzliche Lounge und Aufenthaltsbereiche. Die Arbeit stellt einen guten Beitrag dar, ist jedoch städtebaulich unbefriedigend.

Die Dachkonstruktion ist unterdimensioniert.

Die Fassade wird aus einer Hülle aus vertikalen Aluminiumrohren gebildet, die das Gebäude umschließen. Die Materialwahl scheint dem Umfeld nicht angemessen. Der vorgeschlagene innenliegende Sonnenschutz ist kritisch zu bewerten.

Aufgrund der kompakten Form liegt der Entwurf sowohl in den Baukosten als auch in der Wirtschaftlichkeit im unteren Bereich.
Modell
Modell

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Grundrissebene Haupteingang
Grundrissebene Haupteingang

Längsschnitt
Längsschnitt

Innenperspektive
Innenperspektive