Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Neubau einer kongresstauglichen Messehalle"

Ausschreibung


Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist der Neubau einer kongresstauglichen Messehalle auf dem Grundstück Messedamm 26 / Ecke Jafféstraße am Standort der zum Abriss vorgesehenen Deutschlandhalle. Die neu zu errichtende Halle ist als Messehalle sowie auch für die Durchführung von Kongressen vorgesehen.

Die 1936 errichtete und 1995 unter Denkmalschutz gestellte Deutschlandhalle hat als Ort von Großveranstaltungen im ehemaligen West-Berlin eine sozial- und kulturgeschichtliche Bedeutung. Darüber hinaus kommt eine baugeschichtliche bzw. baukünstlerische Bedeutung hinzu, die im Wesentlichen aus dem seinerzeitigen Alleinstellungsmerkmal der großen stützenfreien Spannweiten resultiert.

In einem Widerspruchverfahren wurde der Abriss der Deutschlandhalle von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung genehmigt. In dem Genehmigungsbescheid wird der Denkmalwert umfangreich gewürdigt. Dieser Bewertung wurde das wirtschaftliche Interesse der Messe Berlin, das deckungsgleich mit den wirtschaftspolitischen Interessen des Landes Berlin ist, gegenübergestellt. Die Messe Berlin benötigt dringend weitere Ausstellungsflächen, um in einem weltweiten Wettbewerb ihre internationalen Leitmessen weiterhin erfolgreich zu positionieren, zu entwickeln und neue Messen und Veranstaltungen auf dem Markt zu platzieren. Neben diesem Flächenbedarf hat der Senat schon 2008 und im Dezember 2010 die Sanierung des Kongressgebäudes ICC beschlossen. Die Planungen für eine Sanierung des ICC bei Stillstand haben begonnen. Demnach muss das ICC Ende 2013 stillgelegt werden. Die Sanierung wird voraussichtlich über einen Zeitraum von drei Jahren (2014-2016) durchgeführt. So entsteht der Flächenbedarf für eine kongressgeeignete neue Messehalle primär aus dem Bedarf nach erweiterten Messe- und Ausstellungsflächen, sekundär für eine Kongressnutzung für den Sanierungszeitraum 2014-2016.

Von den Teilnehmern wird ein gestalterisch und funktional anspruchsvoller Entwurf erwartet, der eine flexible Nutzungsqualität aufweist und sich überzeugend mit dem heterogenen städtebaulichen Umfeld auseinandersetzt. Dem Neubau kommt an diesem prominenten Standort eine besondere Bedeutung zu. Es soll ein Gebäude mit eigenständigem Charakter entwickelt werden, das sich mit dem Ort und der Bedeutung des Vorgängerbauwerks auseinandersetzt.

Das Raumprogramm umfasst neben der unterteilbaren Messehalle Mehrzweckflächen, Flächen für Verwaltung, Lager, Küche und Bistroflächen. Der Neubau ist mit insgesamt 23.465 qm Nutzfläche (NF) zu planen. Der Gesamtkostenrahmen von 65 Mio. Euro netto soll nicht überschritten werden.

Die Fertigstellung ist bis Ende 2013 vorgesehen.

Luftbild
Luftbild

chrägluftbild mit Wettbewerbsgrundstück
Schrägluftbild mit Wettbewerbsgrundstück

Lageplan
Lageplan