Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Erweiterungsbauten auf dem Campus Rütli - CR²"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
12.000,- Euro
  Ingrid Hentschel - Prof. Axel Oestreich
Architekten BDA, Berlin


Verfasser: Ingrid Hentschel, Prof. Axel Oestreich mit Susanne Raupach
Mitarbeiter: Elenie Siozos, Lydia Wartenberg
Landschaftsarchitektur: Kirk + Specht Landschaftsarchitekten, Berlin


Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Schulerweiterung wird als zurückgesetzter Gebäudewinkel an den Altbau angefügt. Diese städtebauliche Geste schafft einerseits einen Abschluss der durch die Ossastrasse gebildeten Achse und andererseits einen großzügigen Raum zur Rütlistrasse, der den städtebaulichen Leitgedanken eines "Rütli-Campus" unterstützt.

Das Elternzentrum wird als kompaktes, dreigeschossiges Gebäudevolumen in seinen Proportionen gut in den Kontext eingefügt. Das Gebäude für die Berufsorientierenden Angebote entspricht den Vorgaben des städtebaulichen Rahmenplanes, vermag jedoch in seiner Präsenz nicht zu überzeugen.

Der Gebäudewinkel des Neubaus besteht aus zwei Trakten, in deren Zentrum der neue Haupteingang liegt. Seine Erschließung und Organisation entwickelt sich aus dem Bestand des Altbaus heraus.

Um eine Erschließungsspange sind die Klassenzimmer in einem eigenen Gebäudetrakt angeordnet. Sie liegen jahrgangsweise in unterschiedlichen Geschossen, deren Zentrum ein Lichthof bildet. Dieses klare, systematische Organisationsprinzip verspricht eine gute Orientierung und Identifikation der Schüler mit den Unterrichtsbereichen.

Alle Unterrichtsräume liegen abgeschirmt von den Lärmimissionen der Sportflächen, was vom Nutzer positiv bewertet wird.

Im zweiten Gebäudetrakt, der an der Brandwand angebaut ist, liegen die Bibliothek, Gruppenräume sowie die Musikzimmer, die dadurch eine zentrale Lage innerhalb des Schulgebäudes erhalten. Die Erschließung dieser Räume erfolgt durch Türöffnungen in der bestehenden Brandwand und flächenökonomisch über den Korridor des Altbaus.

Die Durchbrüche in der Brandwand erfolgen kontrolliert, so dass eine haustechnische Trennung von Alt- und Neubau möglich ist.

Die Fassaden des Neubaus sind in hellem, flächenbündig verfugten Mauerwerk und mit Betonumrahmungen versehenen Holzfenstern gedacht.

Damit wird eine harmonische, aber dennoch eigenständige architektonische Antwort auf den Altbau gefunden.
Modell
Modell

Perspektive Schulerweiterung
Perspektive Schulerweiterung

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG Schulerweiterung
Grundriss EG Schulerweiterung

Grundriss EG Elternzentrum
Grundriss EG Elternzentrum

Ansicht WAT
Ansicht WAT

Perspektive Elternzentrum
Perspektive Elternzentrum