Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Ein neues Museum auf der Zitadelle Spandau"

Ergebnis


1. Preis
staab Architekten GmbH, Berlin

Verfasser: Volker Staab
Mitarbeiter: Petra Wäldle, Rita Wirth, Matthias Tscheuschler, Bettina Schriewer, Brigitte Fischer (Ausstellungsgestaltung)
Sonderfachleute / Berater: EiSat GmbH, Berlin, Eisenloffel.Sattler + Partner, Volker Dick (Tragwerksplanung) / WINTER Beratende Ingenieure GmbH, Berlin, Mirko Zimmermann (TGA) / IBB GbR, Leipzig, Prof. Dr. Beilicke, Marco Schmöller (Brandschutz) / Rolf Eusterschulte - Typoscape (Graphik) / LichtKunstLicht, Edwin Smida (Lichtplanung)
 
Anerkennung
Sunder-Plassmann Architekten, Kappeln

Verfasser: Gregor Sunder-Plassmann
Mitarbeiter: Stephanie Kaindl, Dörte Bünning, J. Patrick Arbeiter
Sonderfachleute / Berater: Berater Wetzel & von Seht, Hamburg / Berlin (Tragwerksplanung) / studio dinnebier, dinnebier und blieske GbR, Berlin (Lichtplanung) / EuroBrandschutz- und Aerodynamik, Ing.Gesellschaft Kleve, Herr Meyer (Brandschutz) / planungsteam energie & bauen, Berlin, Dr. M. Kloas (Haustechnik)
 


Nach ausführlicher Diskussion der Arbeiten entscheidet das Preisgericht einstimmig, die Aufteilung der Preissumme von insgesamt 35.000 EUR wie folgt festzulegen:
1. Preis: 12.000 EUR
Anerkennung: 7.000 EUR
Die weiteren 16 Büros erhalten eine Aufwandsentschädigung von 1.000 EUR.

Empfehlung des Preisgerichts:
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit der weiteren Bearbeitung der Planungsaufgabe zugrunde zu legen. Dabei sollen folgende allgemeine Anmerkungen und Empfehlungen der Jury berücksichtigt werden:

Bei dem gründlichen Studium der 18 auf der Grundlage der Auslobung sorgfältig ausgearbeiteten Wettbewerbsbeiträge und den daraufhin geführten Diskussionen und Bewertungen aller an der Jury teilnehmenden Preisrichter, Experten und Gäste, haben sich verschiedene Aspekte als wichtig und maßgeblich für das Gelingen der musealen Präsentation von Berliner Denkmalen auf der Zitadelle Spandau gezeigt, die hier kurz benannt werden sollen:

1. In Anbetracht der Komplexität und Vielschichtigkeit der Wettbewerbsaufgabe zwei ganz unterschiedliche Gebäude im denkmalgeschützten Gebäudeensemble der Zitadelle Spandau für eine museale Nutzung zu ertüchtigen, hat sich das Preisgericht in den Erörterungen der Arbeiten konzentriert, eine Lösung zu suchen, die selbstverständlich das Sichern, Sammeln und Zeigen der Exponate ermöglicht, um die Skulpturen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, darüber hinaus aber insbesondere der architektonisch-gestalterischen Aufgabe gerecht wird, die Gebäude in eine solide, formal überzeitliche und dem Bestand angemessene Nutzung zu bringen.

2. Ferner hat sich gezeigt, dass für die Präsentation und für das tatsächlich räumliche Erleben der Exponate nicht zu viele Denkmäler und Plastiken auf kleinem Raum aufgestellt werden sollten. Eine konzeptionelle Unterscheidung und Hierarchisierung von "Depot" auf der einen Seite und einer raumwirkenden "Präsentation" auf der anderen Seite wäre thematisch vielschichtiger und inszenatorisch ästhetisch überzeugender.

3. Grundsätzlich regt das Preisgericht an darüber nachzudenken, ob diejenigen Denkmale, die eine Außenaufstellung vom konservatorischen Standpunkt her erlauben würden, nicht auch im Freiraum der Zitadelle aufgestellt werden könnten. Selbst eine vielleicht notwendige Wetterschutzeinhausung würde den Freiraum der Zitadelle thematisch, geschichtlich und didaktisch bereichern und die Besucher über das neue Skulpturenmuseum informieren.

4. Auf Anregung von Frau Lüscher sollten zwei der im Preisgericht anwesenden Architekten (z. B. Arno Brandlhuber, Petra Kahlfeldt, Roger Diener) in den Ausstellungsbeirat des neuen Museums auf der Zitadelle Spandau entsandt werden.