Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Ein neues Museum auf der Zitadelle Spandau"

Ausschreibung


Anlass und Ziel
Die Spandauer Zitadelle ist eine der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissancefestungen Europas. Angefangen mit den Relikten aus slawischer Zeit und den Gebäuden der mittelalterlichen Burg Spandow bis hin zu den Bauten der Heeresgasschutzlaboratorien, die ab 1936 auf dem Gelände errichtet worden sind, können die Besucher und Besucherinnen neunhundert Jahre steingewordene Geschichte auf der Zitadelle Spandau erleben.

Gegenwärtig sind fünf unterschiedliche Geschichtsmuseen auf der Zitadelle untergebracht. Das Entwicklungs- und Nutzungskonzept sieht u. a. vor, die von Wasser umgebene Festung zu einer einzigartigen Geschichtsinsel auszubauen.

Zwei denkmalgeschützte Gebäude des Innenhofes der Zitadelle, das ehemalige Magazingebäude (Haus 8) und die ehemalige Kaserne (Haus 6), sollen einer Nutzung zugeführt und zu einem Museum umgestaltet werden. Beide Gebäude sind prägender Bestandteil der Festungsanlage der Zitadelle.

Während in Haus 8 die Aufstellung monumentaler Denkmäler als neue Dauerausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" vorgesehen ist, soll Haus 6 für Wechselausstellungen und durch ein Tagungs- und Veranstaltungszentrum genutzt werden.

Ziel ist es, die denkmalgeschützten Gebäude für die zukünftigen Nutzungen umzubauen und eine realisierbare Museums- und Ausstellungsgestaltung zu entwickeln, die die inhaltliche Ausstellungskonzeption des Auslobers umsetzt.

Das Raumprogramm umfasst ca. 3.871 m² NF.

Der Kostenrahmen für die Kostengruppen 300 + 400 beträgt 6.920.000,- EUR einschließlich 10 % UV. Die Kosten für die Ausstellung betragen 2.795.000,- EUR. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12.270.000,- EUR. Die Maßnahme wird zu je 50 % durch die Deutsche Klassenlotterie (DKLB) und den europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Geplant ist eine Fertigstellung bis 2013.


Luftbild
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