Städtebau  
 

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb
"Probebühnenzentrum Deutsches Theater"

Ergebnis: 2. Preis


2. Preis:
8.000,- Euro
  AFF architekten, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Verfasser: Martin Fröhlich, Sven Fröhlich, Alexander Georgi
Mitarbeiter: Ulrike Dix, Sascha Schulz, Francesca Boninsegna, Dirk Gottschling (Praktikant)
Tragwerksplanung: Ingenieurbüro bauart, Berlin, Dipl.-Ing. Peter Klaus
Sonderfachleute / Berater: BBS Ingenieurbüro Gronau + Partner, Weimar (Bauphysik)


Beurteilung durch das Preisgericht:

Der Verfasser gliedert das Raumprogramm in zwei unabhängig erschlossene Volumen, eines für die Proberäume und eines für die Werkstätten. Auf diese Weise führt er in überzeugender Weise das Thema der Solitäre im Park der Humboldt-Universität fort.

Proportionierung und Stellung der beiden Baukörper sind schlüssig, insbesondere in der direkten Anbindung des Probebühnengebäudes über einen Terrassensockel an das Bestandsgebäude des Deutschen Theaters.

Die Fassadengestaltung in beschichteter Metallverkleidung überzeugt nicht. Materialwirkung wie Gliederung und Größe der Öffnungen in den räumlichen Darstellungen vermögen die Feinheit der Baukörperanordnung nicht fortzusetzen. Die Auskragungen der Obergeschosse werden kontrovers diskutiert.

Die Organisation der Innenräume ist in der grundsätzlichen Disposition richtig gelöst, im einzelnen jedoch korrekturbedürftig (z.B. ungünstige Lage der Werkstätten in den höheren Stockwerken, innenliegende Garderoben problematisch).

Die Erschließung - Anlieferung am Hauptgebäude und am Neubau - ist gut gelöst. Die Geräumigkeit des Hofs sowie die getrennte Erschließung der beiden Nutzungseinheiten Probebühne und Werkstätten ist aus Nutzersicht positiv. Zwei LKW-Plätze auf dem Hof sind nachgewiesen.

Aufgrund der gegliederten Bauweise sind die Belichtungssituationen in allen Gebäudeteilen einschließlich Bestandsgebäude unproblematisch.

Die Realisierung in zwei Bauabschnitten ist leicht möglich, die Eingriffe in den Bestand sind überschaubar. Der östliche Fluchtwegausgang im Bestand ist durch den Anbau nicht vollständig gelöst.

Der Entwurf ist in der Wirtschaftlichkeit nicht überzeugend. Das wenig kompakte Werkstattgebäude als Einzelvolumen, die Gründungstiefe von 9m und die Fassadenkonstruktion führen zu deutlichen Mehrkosten gegenüber der Budgetvorgabe.
Modell
Modell

Lageplan
Lageplan

Grundriss, Schnitt
Grundriss, Schnitt

Perspektiven, Schnitt
Perspektiven, Schnitt

Fassade
Fassade