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Beurteilung durch das Preisgericht: Der historische Wert der Parkanlage wird aufgegriffen. Die räumliche Grundstruktur ist zeitgemäß weiterentwickelt. Der straßenbegleitende Gehölzbestand wird durch Schneiden der Sträucher und Aufastung der Bäume zu einer durchlässigen Nutzungszone transformiert. Das Auslichten des Baumbestandes im Inneren des Parks schafft weite Blickbeziehungen und landschaftliches Erleben. Innerhalb der räumlichen Grundstruktur werden Funktionsperlen ausgewiesen, die Angebote für unterschiedliche Nutzer bieten. Die vielfältigen Angebote sollten jedoch nicht zu einer zu starken nutzungsspezifischen Zonierung führen. Parallel zur räumlichen Offenheit ist auch eine Nutzungsoffenheit anzustreben. Der Ottoplatz wird als Quartiersplatz in seinem Charakter gestärkt. Er präsentiert sich offen und aufgeräumt. Die räumlichen Elemente (Heckenkörper, Spielbereiche) leiten sich aus dem formalen Gesamtkonzept ab. Der Übergang vom Ottoplatz in den Park wird aufgeweitet und das bestehende Toilettenhäuschen integriert. Auch die Wegebeziehung ist durch Zurücknahme des Gehölzbestandes aufgeweitet. Das ergänzte Rasenoval verleiht dem Bereich eine selbstverständliche Kontur. Das geometrische Rasenparterre ist dem Platz an der Thusnelda-Allee schlüssig zugeordnet. Der zentrale Verbindungsbereich zwischen Alt-Moabit und Turmstraße wird klar und selbstverständlich angelegt. Die Gartendenkmal-Bereiche sind in ihrem Grundlayout erhalten und durch extensive Blumenwiesen nachgezeichnet. Der Senkgarten wird in seinem Charakter zugunsten einer offeneren, den heutigen Ansprüchen entsprechenden Gestalt weiterentwickelt. Ebenso werden die Gartenhöfe zeitgemäß überarbeitet. Die östlichen Spielbereiche erscheinen aus Nutzersicht zu sehr an den Rand gerückt und könnten in der flächigen Ausdehnung mehr Gewicht bekommen. Insgesamt greift der Entwurfsverfasser auf bestehende Materialien und Elemente zurück und ordnet diese neu an. Es gelingt der Arbeit, die komplexen räumlichen und funktionalen Anforderungen in einen schlüssigen Gesamtzusammenhang zu setzen. Die Bestandsituation mit ihren gartendenkmalpflegerischen Relikten wird behutsam aufgegriffen und in eine ausdrucksstarke, zeitgemäße Parkanlage überführt. |
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